HAK Steyr: Pionierprojekt zur Integration von Künstlicher Intelligenz im Schulalltag
In Steyr hat die HAK Steyr in den letzten zwei Jahren ein ambitioniertes Projekt zur Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und digitalen Innovationen im Schulalltag erfolgreich abgeschlossen. Unter dem Motto „Embracing Technology“ hat die Schule nicht nur neue Technologien in Unterricht und Organisation verankert, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur digitalen Bildung geleistet. Die HAK Steyr zählt zu einer ausgewählten Gruppe von nur 17 Schulen in ganz Österreich, die an diesem zukunftsweisenden Schulentwicklungsprojekt teilgenommen haben.
Die Maßnahmen, die während des Projekts ergriffen wurden, sind vielfältig und zielen darauf ab, den Schulalltag nachhaltig zu prägen. Dazu gehört unter anderem eine schulweite KI-Policy, die den Umgang mit dieser Technologie regelt. Schülerinnen und Schüler können ihren eigenen KI-Führerschein erwerben, was nicht nur spannend, sondern auch äußerst wichtig für ihre digitale Kompetenz ist. Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und KI-Workshops für ganze Jahrgänge sorgen dafür, dass das Wissen um die neuen Technologien in der Schulgemeinschaft weitergegeben wird. Einige innovative Unterrichtsprojekte kombinieren sogar KI mit 3D-Druck – ein echter Blick in die Zukunft!
Abschlussveranstaltung im Ars Electronica Center
Die Ergebnisse dieses spannenden Projekts wurden kürzlich bei einer Abschlussveranstaltung im Ars Electronica Center in Linz präsentiert. Es war ein feierlicher Moment, bei dem die Mitglieder des Kernteams, Lisa Karner, Ute Wiesmayr und Mathias Spanring, für ihr Engagement mit Urkunden ausgezeichnet wurden. Die entwickelten Konzepte und Standards werden nicht einfach in der Schublade verschwinden, sondern an der HAK Steyr weitergeführt und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese Konzepte bilden eine zentrale Grundlage für die digitale Schulentwicklung der kommenden Jahre.
Moderne Bildungstechnologien, wie sie auch an der HAK Steyr verwendet werden, integrieren bereits Aspekte von KI. Anwendungen finden sich in der Schulorganisation, im Lehren, Prüfen sowie im Lernen und Üben. Lernplattformen und Apps passen Aufgaben an die individuellen Kompetenzprofile der Lernenden an. Die Veröffentlichung von ChatGPT hat zudem das Bewusstsein für die Rolle von KI im Schulalltag geschärft. Eine Studie des mmb Instituts und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung untersucht zentrale Fragen zu KI-Technologien aus der Perspektive der Schulen und bietet wertvolle Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte, Schulleitungen sowie Bildungspolitiker.
Die Herausforderungen der KI im Bildungsbereich
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Diskussion über das Potenzial von KI im Bildungsbereich bringt auch Herausforderungen mit sich. Fragen zur Vielfalt, Inklusion und den möglichen Bildungsbarrieren müssen ernst genommen werden. Das BMBFSFJ hat eine Expertengruppe eingerichtet, die sich mit dem Einsatz von KI in Bildungstechnologien befasst. Es ist wichtig, dass dabei die Risiken und Grenzen der Technologie nicht außer Acht gelassen werden. Die Expertengruppe wird bis 2025 weiterarbeiten, um Erkenntnisse über den aktuellen und zukünftigen Einsatz von KI im Schulbereich zu gewinnen und zu diskutieren.
In diesem Kontext wird auch die Notwendigkeit von Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte im Umgang mit KI-basierten Bildungstechnologien mehr und mehr deutlich. Die Entwicklungen in diesem Bereich sind rasant und erfordern ein ständiges Mitdenken. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die digitale Bildungslandschaft in den nächsten Jahren entwickeln wird.
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