Eggenburgs KFZ-Lehre: Tradition trifft Zukunft im Herzen der Ausbildung
In der malerischen Stadt Eggenburg, wo Tradition auf Fortschritt trifft, wird die KFZ-Lehre neu gedacht. Die Landesberufsschule Eggenburg zeigt eindrucksvoll, wie moderne Ansätze in der Ausbildung einen echten Unterschied machen können. Hier wird nicht nur das alte Handwerk geschult, sondern auch auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Die Direktorin, Belinda Kalab, betont, dass gute Lehrlinge sich nicht nur durch ihre Noten auszeichnen, sondern vor allem durch Eigenschaften wie Interesse, Verantwortung, Neugier und Teamfähigkeit. Das sind die Qualitäten, die in einer sich ständig verändernden Arbeitswelt zählen.
Ein Blick auf die technische Ausstattung und die Unterrichtsmittel verrät, dass hier in den letzten Jahren viel investiert wurde. Digitalisierung und Hochvolttechnik sind nicht nur Schlagworte, sondern fester Bestandteil des Lehrplans. Die Schüler werden so auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes vorbereitet. Ein besonderes Highlight war die European Car Mechanic Junior Competition, die 2026 in Eggenburg stattfand und Teilnehmer aus neun europäischen Ländern anlockte. Zwei österreichische Teilnehmer haben dabei die höchste Punktzahl erreicht – ein Grund zur Freude!
Erfolge bei internationalen Wettbewerben
Doch die Erfolge der österreichischen Lehrlinge sind nicht nur auf lokale Wettbewerbe beschränkt. Der European Car Mechanic Junior Wettbewerb fand erst kürzlich, vom 28. bis 30. Mai 2025, in Vilnius, Litauen, statt. Aus neun Ländern – darunter Frankreich, Tschechien und die Türkei – traten 18 Teilnehmer gegeneinander an. Der Wettbewerb bestand aus einem anspruchsvollen Theorietest mit 100 Fragen und neun praktischen Stationen, die Präzision, Schnelligkeit und Fachkompetenz auf die Probe stellten. Hier gelang es Christoph Klinger, als Gesamtsieger hervorzugehen, und Julian Huber sicherte sich den dritten Platz. Ein starkes Team Austria eroberte außerdem den ersten Platz in der Teamwertung. Mag. Belinda Kalab äußerte sich voller Stolz über die Leistungen ihrer Schützlinge und dankte den Trainern sowie der Innung der KFZ-Technik für ihre Unterstützung.
Diese Erfolge zeigen, dass die Ausbildung nicht nur theoretisch ist, sondern auch praktisch sehr gut ankommt. Die Lehrlinge werden auf die Herausforderungen der Branche optimal vorbereitet und entwickeln sich zu gefragten Fachkräften. Kalab hebt die Bedeutung des dualen Ausbildungssystems hervor und ruft dazu auf, mehr Selbstbewusstsein in der Lehre zu zeigen. Schließlich ist es die Kombination aus Theorie und Praxis, die die Lehrlinge stark macht.
Die Rolle der Digitalisierung in der Ausbildung
Die Digitalisierung hat längst auch die Berufsbildung erreicht. Veränderungen in Arbeitsprozessen und Kompetenzanforderungen stellen die Akteure der Ausbildung vor neue Herausforderungen. Im Projekt RADigital wurde untersucht, wie diese Entwicklungen die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteursgruppen beeinflussen. Ausbildungsbetriebe, die Menschen mit Behinderungen unterstützen, zeigen, wie digitalisierte Lernmedien und Assistenzsysteme die Teilhabechancen erhöhen können. Das ist ein wichtiger Schritt in einer Welt, die sich rasant wandelt.
Insgesamt zeigt sich, dass die Landesberufsschule Eggenburg nicht nur ein Ausbildungsort ist, sondern ein Ort, an dem Zukunft gedacht und gestaltet wird. Hier wird mit Neugier und Verantwortung an den Herausforderungen gearbeitet, die der Arbeitsmarkt von morgen mit sich bringt. Ein Ort, an dem die Lehrlinge nicht nur lernen, sondern auch wachsen können – und das ist mehr wert als jede Schulnote.
