In Horn, genauer gesagt bei der Stark GmbH in Irnfritz, gibt es einen spannenden Trend in der Abfallwirtschaft. Hier wird nicht nur Abfall entsorgt, sondern auch eine Lehre angeboten, die weit mehr als nur einen Job verspricht. Die Personalleiterin Dagmar Wagner macht klar: „Motivation und Interesse sind uns viel wichtiger als perfekte Schulnoten.“ Das klingt doch schon mal vielversprechend, oder? Es geht darum, dass die Lehrlinge von Anfang an bereit sind, zu lernen und sich einzubringen. Schließlich ist das Fachwissen, das sie während ihrer Ausbildung erwerben, nur ein Teil des Ganzen. Eigenschaften wie Lernbereitschaft, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein sind entscheidend.

Aber warum gerade jetzt? In wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzt die Stark GmbH auf die Ausbildung eigener Fachkräfte. Denn in der Abfallwirtschaft sind diese rar gesät. Ein Paradebeispiel für den Erfolg dieser Strategie ist der erste Lehrling des Unternehmens, der mittlerweile als abfallrechtlicher Geschäftsführer tätig ist. Das zeigt, dass die Karrierechancen in diesem Bereich durchaus vielversprechend sind, auch wenn das Image der Abfallwirtschaft oft zu kämpfen hat. Viele junge Menschen wissen nämlich nicht, wie vielseitig und zukunftssicher dieser Beruf tatsächlich ist.

Vielfältige Möglichkeiten in der Abfallwirtschaft

Die Arbeit in der Abfallwirtschaft zieht sich durch Themen wie Umwelt- und Ressourcenschutz, moderne Technik und den Umgang mit unterschiedlichsten Materialien. Ein ehemaliger Lehrling, Elias Knell, beschreibt seine Ausbildung als abwechslungsreich und hebt den Teamzusammenhalt hervor. Das klingt nach einem großartigen Arbeitsklima und einer spannenden Herausforderung! Doch das ist nicht alles. Der VKU (Verband Kommunaler Unternehmen) engagiert sich ebenfalls seit Jahren für die Ausbildung in der kommunalen Entsorgungswirtschaft. Ihr Ziel? Eine gesicherte Zukunft mit qualifiziertem Fachpersonal, das die Herausforderungen einer nachhaltigen Abfallwirtschaft meistert.

In der Tat, die Ausbildung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Technische Innovationen und neue rechtliche Rahmenbedingungen erfordern ein hohes Maß an Fachwissen. Der VKU hat die Neuordnung der umwelttechnischen Berufe im Dezember 2023 mitgestaltet, um die Ausbildungsordnungen zu modernisieren. Dies umfasst auch die Berücksichtigung von Digitalisierung und ökologischen Anforderungen, die immer wichtiger werden.

Ein Blick in die Zukunft der Ausbildung

Ab 1. August 2024 gelten dann die neuen Ausbildungsordnungen für umwelttechnische Berufe. Die Bezeichnungen wurden modernisiert, sodass wir jetzt von Umwelttechnologinnen und Umwelttechnologen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sprechen. Hier wird also echt aufgerüstet! Die neuen Ausbildungsinhalte sind darauf ausgelegt, jungen Menschen eine fundierte Ausbildung zu bieten, um den Herausforderungen des Klimawandels und der Digitalisierung gerecht zu werden.

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Das neu erschienene Handbuch für Umwelttechnische Berufe, Band 4 „Kreislauf- und Abfallwirtschaft“, ist ein zentrales Instrument für die Ausbildung. Es bietet nicht nur aktualisierte Informationen zu Themen wie Abfalllogistik und rechtlichen Grundlagen, sondern auch zahlreiche Abbildungen und praxisnahe Erläuterungen. Ein echtes Nachschlagewerk für die, die in diesem Bereich Fuß fassen wollen. Für 79 EUR kann es über den DWA-Verlag und andere Verkaufsstellen erworben werden, ein kleiner Preis für solch wertvolle Informationen!

Die Stark GmbH fordert eine aktivere Außendarstellung der Lehre in der Abfallwirtschaft. Das könnte wirklich helfen, mehr junge Menschen für die vielseitigen und zukunftssicheren Berufe zu begeistern. Mit den neuen Ausbildungsordnungen und den Initiativen des VKU wird die Abfallwirtschaft hoffentlich bald ein ganz anderes Licht erscheinen. Schließlich ist das, was uns der Planet anvertraut hat, es wert, dass wir uns darum kümmern!