Am 26. April 2025 haben sich Hunderttausende Pilger sowie hochrangige Delegationen auf dem Petersplatz in Rom versammelt, um von Papst Franziskus Abschied zu nehmen. Der Trauergottesdienst wird weltweit von Milliarden Menschen im Fernsehen verfolgt und steht im Zeichen eines beispiellosen Sicherheitsaufgebots. Über 1.000 Polizeibeamte sind im Einsatz, um die Sicherheit während dieser historisch bedeutenden Zeremonie zu gewährleisten. Die Zugänge zum Petersplatz wurden bereits um 5:30 Uhr geöffnet, viele Gläubige hatten sich über Nacht versammelt, um ihren Respekt zu zeigen.
Der offizielle Teil der Trauerfeierlichkeiten beginnt um 10 Uhr mit der Ankunft internationaler Staats- und Regierungschefs. Unter den prominenten Anwesenden sind unter anderem der ehemalige US-Präsident Joe Biden, Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der trotz anfänglicher Zweifel seine Teilnahme zugesagt hat. Auch Monarchen aus Belgien, Dänemark und Spanien sind gekommen, um den verstorbenen Papst zu ehren.
Trauerfeierlichkeiten und besondere Gäste
Insgesamt werden rund 162 ausländische Delegationen zur Beisetzung von Papst Franziskus in Rom erwartet, darunter etwa 50 Staatschefs und zehn Monarchen. Zu den illustren Gästen gehören u.a. Brasiliens Präsident Lula da Silva, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie der Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. Der Trauerzug, der sich über eine Strecke von rund sechs Kilometern durch Rom bewegen wird, ist der erste seiner Art seit über 100 Jahren.
Der Sarg von Papst Franziskus wird bei der Ankunft an seiner letzten Ruhestätte in der Basilika Santa Maria Maggiore von bedürftigen Menschen empfangen. Franziskus wünschte sich, in der Marienkirche beigesetzt zu werden, anstatt im Petersdom. Sein Grab wird einfach gestaltet sein und die Inschrift „Franciscus“ sowie eine Nachbildung seines Brustkreuzes tragen.
Sicherheitsmaßnahmen und öffentliche Aufbahrung
Die Sicherheitsmaßnahmen in Rom sind außergewöhnlich hoch. Der Petersplatz und Teile der Innenstadt befinden sich unter strenger Überwachung, während Flugverbotszonen und Drohnenabwehrsysteme eingerichtet wurden. Vor dem Petersplatz kam es wiederholt zu chaotischen Szenen, da einzelne Personen versuchten, Polizeisperren zu umgehen. Während die öffentliche Aufbahrung des Papstes am Freitagabend endete, haben mehr als 128.000 Menschen bereits von Franziskus Abschied genommen.
Im Vorfeld der Beerdigung wurden die Vorbereitungen von den italienischen Behörden als bedeutsam bezeichnet, angesichts des erwarteten Andranges von rund 200.000 Gläubigen. Es wird darauf hingewiesen, dass der Petersplatz ab 17 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen wird, sodass nur Personen in der Warteschlange bis 18 Uhr die Möglichkeit haben, den Platz zu betreten.
Papst Franziskus, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio, starb am Ostermontag im Alter von 88 Jahren nach längerer Krankheit. Er war über zwölf Jahre Papst und führte mehr als 1,4 Milliarden Katholiken weltweit. Sein auf den 26. April 2025 datierter Trauergottesdienst markiert einen historischen Moment im katholischen Glauben und wird von den Gläubigen in aller Welt in tiefer Trauer verfolgt.
Nach der Trauerfeier wird der Sarg um 19 Uhr im Petersdom in einer Zeremonie geschlossen. Die Verhandlungen zur Nachfolge von Papst Franziskus werden voraussichtlich Anfang Mai im Konklave aufgenommen, bei dem 133 stimmberechtigte Kardinäle einen neuen Papst wählen.
Für viele Menschen ist dieser Tag ein bedeutendes und emotionales Ereignis, an dem sie einem der beliebtesten Päpste der Neuzeit die letzte Ehre erweisen können. Kosmo berichtet, dass der Petersplatz zum sichersten Ort der Welt und einem entscheidenden Ort des Gedenkens wird.
Die Trauerfeier kann live im Fernsehen verfolgt werden, unter anderem von phoenix und ARD, während das Land sich auf einen denkwürdigen Abschied vorbereitet. BR weist darauf hin, dass auch Obdachlose an der Beisetzung teilnehmen, was dem Wunsch des verstorbenen Papstes entspricht. Die Zeremonie ist nicht nur ein Abschied, sondern auch ein Appell an die Gemeinschaft und den Dienst an den Bedürftigen.
In der NZZ wird herausgestellt, dass die Trauerfeierlichkeiten tiefere Einblicke in das Leben und die Lehren von Papst Franziskus geben, der sich stets für die Armen und Ausgegrenzten eingesetzt hat.