Heute ist der 29.09.2026, und während wir uns dem Oktober nähern, bleibt die Wetterlage in Österreich ziemlich angespannt. Ein starkes Hochdruckgebiet blockiert momentan das eintreffende Regenwetter aus dem Atlantik, was bedeutet, dass wir bis weit in den Oktober hinein mit einer anhaltenden Trockenheit rechnen müssen. Wer auf das Wetter schaut, kann kaum glauben, dass wir uns mitten im Herbst befinden. Ein Blick aus dem Fenster lässt eher an einen warmen Sommertag denken, denn die Temperaturen über 20 Grad sind noch immer keine Seltenheit.

Besonders im Osten des Landes, vor allem in Oberösterreich, Wien und Burgenland, ist die Niederschlagslage mehr als nur angespannt. Seit Jahresbeginn fiel dort stellenweise weniger als die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge. Österreichweit zeigt die Niederschlagsbilanz, dass wir seit Januar 31% weniger Regen bekommen haben als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. In Wien wird bis zum 14. Oktober nur mit etwa 5 Litern Niederschlag pro Quadratmeter gerechnet – die ersten kleinen Mengen könnten erst nach dem 8. Oktober fallen. Das lässt die Bäume und Pflanzen in der Stadt ganz schön durstig zurück.

Risiken durch Wetterumstellungen

Das Schlimmste daran? Die warmen Meere im Mittelmeer und Atlantik könnten bei einer Wetterumstellung plötzlich für Starkregen und sogar Überflutungen sorgen. Wenn wir uns die Prognosen ansehen, gibt es zwar in den nächsten 16 Tagen kaum Niederschlagssignale, aber die Gefahr ist nicht zu unterschätzen. Vor allem im Norden und Osten fehlen lokal mehr als 50 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags. Das ist nicht nur ein Problem für die Landwirtschaft, sondern könnte uns alle betreffen, wenn die Wetterextreme zunehmen.

Wie wir alle wissen, ist der Klimawandel nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Realität, die uns öfter und intensiver mit Starkregenereignissen konfrontiert. Diese sind kurzfristig und schwer vorherzusagen, was leider oft zu unerwarteten Schäden führt. In Deutschland beispielsweise hat das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie eine Karte erstellt, die über Starkregengefahren informiert. Sie zeigt nicht nur, wie tief die Überflutungen werden könnten, sondern auch, wie schnell das Wasser fließt. Solche Informationen sind besonders wichtig im Katastrophenschutz.

Vorbereitung auf das Unvorhersehbare

Ein interessantes Projekt, das hierzulande Unterstützung finden könnte, ist das UBA-Projekt „Regen//Sicher“. Es zielt darauf ab, Kommunen und Bürger*innen auf Starkregenereignisse vorzubereiten. In verschiedenen Modellkommunen wurden Maßnahmen entwickelt, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und sie zu motivieren, Vorkehrungen zu treffen. So werden Rückstauklappen eingebaut und Versickerungsflächen geschaffen. Das klingt nach einem vernünftigen Plan, oder? Denn die Schäden, die durch Starkregen entstehen, sind oft enorm. Eine Studie hat gezeigt, dass gerade kurze Starkregenereignisse, die nur 1 bis 9 Stunden andauern, den meisten Schaden anrichten. Und die Häufigkeit solcher Ereignisse hat seit 2001 nicht abgenommen.

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Ob in Wien oder anderswo, die Vorbereitungen auf solche Extremwetterereignisse sind wichtiger denn je. Wir müssen lernen, mit den Launen der Natur umzugehen und uns darauf einstellen, dass das Wetter uns immer wieder überraschen kann. Vielleicht ist es an der Zeit, sich einen Regenschirm zuzulegen – auch wenn die Sonne gerade scheint. Man weiß ja nie, wann der nächste Regenschauer kommt!