Heute ist der 23.09.2026 und der Himmel über der Innere Stadt ist grau. Während wir hier in Österreich uns auf einen goldenen Herbst vorbereiten, tobt in Ho-Chi-Minh-Stadt und dem Süden Vietnams ein heftiger Regen. Und das hat seine Folgen, vor allem für die Kleinsten unter uns. Eltern sollten jetzt besonders aufmerken, denn anhaltender, unvorhersehbarer Regen erhöht das Risiko für Infektionen bei Kindern. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, die Wetterbedingungen wechselhaft – perfekte Bedingungen für Krankheitserreger, die es vor allem auf unser empfindliches Nachwuchs abgesehen haben.

Insbesondere Atemwegsinfektionen sind ein großes Thema. Die Symptome, die Eltern im Auge behalten sollten, sind Fieber, Husten und eine verstopfte Nase. Achten Sie auf Anzeichen von Atemnot – das ist kein Spaß. Kleinkinder, die vom Regen zurückkommen, sollten schnell abgetrocknet und umgezogen werden. Denn, und das ist wichtig: Bei einer beschleunigten Atmung – zum Beispiel über 60 Atemzüge pro Minute bei Säuglingen unter 2 Monaten – ist schnelles Handeln gefragt. Auch bei anhaltendem hohen Fieber über 39 Grad Celsius sollten Eltern nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.

Gefahr durch Denguefieber

Ein weiteres Risiko, das durch die Regenzeit verstärkt wird, ist das Denguefieber, das durch die Aedes-Mücken übertragen wird. Stehendes Regenwasser ist ein idealer Brutplatz für diese Mücken. Daher ist es dringend nötig, Mückenlarven zu beseitigen und Kinder unter Moskitonetzen schlafen zu lassen. Dengue ist eine Virusinfektion, die in tropischen und subtropischen Regionen weltweit verbreitet ist. Jedes Jahr infizieren sich Millionen von Menschen mit dem Dengue-Virus, und die Symptome können von milden Fieberattacken bis hin zu schweren Komplikationen reichen.

Bei Dengue-Fieber gibt es keine spezielle Therapie – die Behandlung konzentriert sich auf die Symptome. Hohe Fieberschübe, Gelenk- und Gliederschmerzen sowie Hautausschläge sind die häufigsten Symptome. Eine Erstinfektion verläuft meist mild, aber Vorsicht ist geboten: Bei Zweitinfektionen kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Vor allem bei Reisen in Risikogebiete ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und das Risiko von Mückenstichen zu minimieren.

Impfungen und ihre Bedeutung

In diesem Zusammenhang könnte die Impfung gegen Dengue, wie der Lebendimpfstoff Qdenga, eine Rolle spielen. Interessanterweise wurde in klinischen Studien beobachtet, dass nach der Impfung Symptome auftreten können, die denen einer Dengue-Infektion ähneln. Diese sogenannten „Impf-Dengue“-Symptome sind nicht als echte Dengue-Infektion zu werten, müssen aber auch differenziert werden, denn sie können die Diagnose erschweren. Auch wenn die Impfung einige Vorteile bietet, ist es wichtig, sie in Absprache mit einem Arzt in Betracht zu ziehen.

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Eltern sollten die Gesundheit ihrer Kinder genau im Auge behalten und bei Auffälligkeiten schnell reagieren. Es gibt einfache, aber effektive Möglichkeiten, Krankheiten vorzubeugen: Häufiges Händewaschen, das Tragen von langärmliger Kleidung und das Vermeiden von Wasseransammlungen sind nur einige davon. Und natürlich gehört eine gesunde Ernährung dazu – gekochtes Essen und abgekochtes Wasser stehen dabei ganz oben auf der Liste.

Die Situation ist ernst, aber mit der richtigen Vorsicht und Aufmerksamkeit können wir dafür sorgen, dass unsere Kinder gesund bleiben. Es liegt an uns, diese Verantwortung zu übernehmen und sie bestmöglich zu schützen.