INNS‘ trägt BRUCK: Neue Handelskampagne stärkt Innsbrucks Innenstadt bis 2026
Innsbruck hat sich etwas Großes vorgenommen. Mit der neuen Handelskampagne „INNS‘ trägt BRUCK“ setzen Innsbruck Marketing, die Stadt Innsbruck und der Innsbrucker Zentrumsverein ein Zeichen für die Innenstadt. Diese Initiative wird bis Dezember 2026 laufen und hat ein jährliches Projekt-Budget von rund 80.000 Euro. Die Idee dahinter? Innsbruck als attraktiven Handelsstandort zu positionieren und die Innenstadt wirtschaftlich zu stärken. Und das ist keine kleine Sache, wenn man bedenkt, dass es in der Innsbrucker Innenstadt aktuell 569 Einzelhandelsgeschäfte gibt und insgesamt 723 Unternehmen im Handel und Dienstleistungssektor aktiv sind.
Ein wichtiger Bestandteil der Kampagne sind die Werbemaßnahmen. Hier setzt man auf Social Media, Out-of-Home-Werbung und eine eigene Handelsplattform, die unter der Adresse innsbruck-lokal.at erreichbar ist. Ja, die digitale Sichtbarkeit der Betriebe steht an erster Stelle. Die Kampagne hat auch einen klaren Fokus: die Vielfalt der Branchen und die Besonderheiten, die Innsbruck zu bieten hat, hervorzuheben. Slogans wie „Lieblingsstücke gibt’s nicht online. Die findest du in der Stadt.“ oder „Entdecken statt suchen. Die besten Dinge findest du oft ganz nebenbei.“ sollen die Menschen dazu ermutigen, die Innenstadt zu besuchen.
Kampagnenverlauf und Höhepunkte
Die Kampagne wird in zwei Phasen durchgeführt. Die erste Phase von Juni bis August zielt darauf ab, die Sichtbarkeit durch Plakate, LED-Walls und Werbespots zu erhöhen. Ab September geht es dann in die zweite Phase, die mit der Aktivierung der Handelsplattform einhergeht. Hier wird ein Überblick über Angebote und Aktionen geboten. Ein ganz besonderes Highlight wird die Shopping Night am 2. Oktober 2026 sein, auf die sich viele schon jetzt freuen.
Doch wie steht es eigentlich um die Verkaufsflächen in Innsbruck? Mit rund 110.000 m² verfügbaren Verkaufsflächen und einem Jahresumsatz von 37 Millionen Euro ist die Stadt gut aufgestellt. Aber das Bild ist nicht nur rosig – die aktuelle Studie „City Retail Health Check 2025“ zeigt, dass 70% der Innenstadtbereiche in größeren Städten Verkaufsflächen verloren haben. Innsbruck ist da keine Ausnahme. Die Gesamtverkaufsfläche ist zwar leicht gestiegen, aber ohne die Eröffnung der neuen Wiener Shopping Mall Vio Plaza wäre es zu einem Rückgang gekommen. Die Leerstandsquote in den größten Innenstadtbereichen liegt momentan bei 5,5% – eine Entwicklung, die auch Innsbruck betrifft.
Die Herausforderungen des Handels
Die Herausforderungen sind klar: Der Einzelhandel sieht sich einem Rückgang der Flächen gegenüber, besonders im Bekleidungsbereich. Hier ist seit 2014 ein Rückgang von 20% zu verzeichnen. Gleichzeitig gewinnt die Nahversorgung an Bedeutung, während die Gastronomie in vielen Städten Sättigungstendenzen zeigt. In Innsbruck wirkt sich der Tourismus positiv auf die Handelslagen aus, was Hoffnung gibt. Doch die Wünsche der Besucher sind auch klar: weniger Leerstand, mehr Grün und ein verbessertes Toilettenangebot. Die Stadt muss aktiv gestalten, um den Herausforderungen zu begegnen.
Die Handelskampagne „INNS‘ trägt BRUCK“ könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Mit der Betonung auf persönlicher Beratung und Fachkenntnis wird nicht nur der lokale Einzelhandel gestärkt, sondern auch ein Stück Lebensqualität in die Innenstadt zurückgebracht. Ein Aufruf an alle Innsbrucker, die Schätze ihrer Stadt zu entdecken und sich von der Vielfalt inspirieren zu lassen. Denn, wie es so schön heißt: „Lieblingsläden statt Lieferzeiten. Davon findest du 569 in der Innenstadt.“
Für weitere Informationen und Details zur Kampagne kann man die Quelle hier nachlesen.
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