In Innsbruck tut sich gerade einiges im Bildungsbereich. Ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Ganztagesschulen hat das Ziel, die Qualität des Unterrichts durch eine erhöhte Personalressourcenausstattung zu steigern. Seit der Einführung des Modells im Jahr 2021 gibt es durchweg positive Rückmeldungen von Schulleitungen, Personal und Eltern. In Ganztagesschulen, wo Kinder gezielte Lernunterstützung und Förderung ihrer Talente erhalten, wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern wesentlich erleichtert. Ein Gewinn für alle, könnte man sagen!
Im Schuljahr 2025/26 werden 33 städtische Pflichtschulen in Innsbruck insgesamt 160 Gruppen als Ganztagesschule führen. Davon sind 121 Gruppen in der getrennten Unterrichtsform und 39 Gruppen in der verschränkten Form. Letztere erhalten zusätzlich 12 Freizeitpädagogik-Einheiten pro Woche und Gruppe, was die Qualität der Klassenführung erheblich verbessern soll. Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr ist der festen Überzeugung, dass diese Personalausstattung nicht nur in Innsbruck, sondern österreichweit zum Standard werden sollte.
Vorteile und Herausforderungen der Ganztagesschulen
Doch was macht Ganztagesschulen so besonders? Sie tragen zur Qualitätsentwicklung schulischer Bildung bei und bieten erweiterte Lernumgebungen, die eine individuelle Förderung der Schüler ermöglichen. Bildungsbenachteiligungen können so ausgeglichen und Begabungen gefördert werden. Erfolgreiche Ganztagesschulen benötigen ein tragfähiges pädagogisches Konzept, multiprofessionelle Teams und natürlich qualifizierte Lehrkräfte. Viele der Initiativen, die in diesen Schulen umgesetzt werden, sind eindrucksvoll: von kreativen und praktischen Angeboten bis hin zu Programmen zur sozialen Kompetenz und Achtsamkeit.
Die Kultusministerkonferenz hat erst kürzlich, am 12. Oktober 2023, Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Ganztagesschule verabschiedet. Ab 2026 wird es sogar einen Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung und Betreuung für Grundschulkinder geben. Dies bedeutet einen weiteren Schritt in Richtung Chancengleichheit – ein wichtiges Anliegen in einer Gesellschaft, die jedem Kind die gleichen Bildungschancen bieten möchte.
Forschung und Entwicklung
Wie steht es um die Forschung in diesem Bereich? Studien zeigen, dass qualitativ hochwertige außerunterrichtliche Angebote, wie sie in vielen Ganztagesschulen zu finden sind, den Schülern zugutekommen. Das Projekt, das verschiedene Themenbereiche, wie die Wirkung der Teilnahme an außerunterrichtlichen Angeboten untersucht, ist ein bedeutender Schritt in der empirischen Bildungsforschung. Die Ergebnisse sollen in die Praxis überführt werden, um die Qualität der Ganztagesschulen weiter zu steigern.
Außerdem ist es entscheidend, dass der quantitative Ausbau der Ganztagesschulen nicht auf Kosten der Qualität geht. Die Herausforderung bleibt, ein hohes Niveau in der pädagogischen Arbeit aufrechtzuerhalten, während die Nachfrage stetig steigt. Ganztagesschulen in anderen Ländern, wie Frankreich und Kanada, werden oft als Vorbilder für Bildungsgerechtigkeit betrachtet. Vielleicht können wir uns dort einige Anregungen holen!
In Innsbruck jedenfalls ist der Anteil an verschränkt geführten Klassen aufgrund der erhöhten Nachfrage von Eltern in den letzten Jahren stetig gestiegen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Modell weiterentwickeln wird und welche positiven Impulse es für die Bildung in Österreich mit sich bringt. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt!
