Heute ist der 27.09.2026

Wieder einmal hat uns die Kunstwelt einen großartigen Menschen genommen. Werner Lössl, ein geschätzter Maler und Bühnenbildner, ist im Alter von 97 Jahren in Klagenfurt verstorben. Ein Verlust, der in vielen Herzen nachhallen wird. Sein Leben war geprägt von Leidenschaft für die Malerei und einer unermüdlichen Hingabe zur Kunst. Die Beisetzung fand am vergangenen Samstag auf dem Friedhof St. Ruprecht statt, umgeben von Verwandten, Freunden und Weggefährten, die ihm die letzte Ehre erwiesen.

Geboren wurde Lössl am 11. November 1929 in Hötting, Tirol. In der Nachkriegszeit, als die Welt sich noch von den Schrecken des Krieges erholte, konnte er keine formale Ausbildung als Kunstmaler absolvieren. Stattdessen erlernte er den Handwerksberuf des Malers und Anstreichers. Der Weg zur Kunst war für ihn nicht der leichteste, doch er ließ sich nicht entmutigen. Nach seiner Lehrzeit trat er am Landestheater Innsbruck als Kulissenmaler in die Fußstapfen anderer großer Künstler.

Ein Leben für die Kunst

Von 1946 bis 1953 arbeitete Lössl in Kärnten unter dem Intendanten Theo Knapp und dem Malerchef Edi Winkler, wo er die Kunst der Kulissenmalerei perfektionierte. Das Stadttheater Klagenfurt sollte zu einem wichtigen Ort in seinem Leben werden, nicht nur als beruflicher Schauplatz, sondern auch als Ort, an dem er seine Frau Gerti kennenlernte. 1955 heirateten die beiden, und ihre gemeinsame Zeit war geprägt von einer tiefen Verbundenheit zur Kunst.

Werner Lössl wurde vor allem als Porträtmaler bekannt. Seine Werke sind nicht nur auf Leinwand, sondern auch im öffentlichen Raum zu finden. Er schuf Landschaften und Objekte, die die Menschen in ihrer Umgebung berührten. Eine besondere Leidenschaft galt der Bildstockgestaltung, und seine Malschule in Moosburg trug dazu bei, auch anderen die Freude am Malen näherzubringen. Ein bemerkenswerter Moment in seiner Karriere war 2009, als er anlässlich seines 80. Geburtstags die Goldene Medaille der Stadt Klagenfurt für seine kulturellen Leistungen erhielt.

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Ein stiller Abschied

In den letzten Jahren, besonders nach dem Tod seiner Frau Gerti im Jahr 2022, wurde es ruhiger um Lössl. Der Tod eines geliebten Menschen hinterlässt oft eine Leere, die schwer zu füllen ist. Dennoch lebt sein Werk weiter. Die Porträtmalerei, in der er so viele Menschen festhielt, hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Sie erzählt Geschichten, zeigt Gefühle und bewahrt Erinnerungen. Von den antiken Meistern bis zu modernen Künstlern – die Faszination für das menschliche Antlitz bleibt ungebrochen.

Werner Lössl hat mit seinen Bildern und Bühnenbildern einen Platz in der Kunstgeschichte Österreichs eingenommen. Sein Schaffen wird nicht vergessen, und in den Herzen der Menschen, die ihn gekannt haben, wird er immer weiterleben. Die Welt hat einen großen Künstler verloren, doch sein Erbe wird durch seine Werke, die die Zeit überdauern, weitergetragen.