In Innsbruck, wo die Berge den Himmel küssen und die Luft frisch nach Freiheit riecht, gab es kürzlich einen besonderen Anlass, der die Herzen vieler Menschen höherschlagen ließ. Die Diözese Innsbruck und die Caritas Burgenland wurden mit dem Gütezeichen „berufundfamilie“ ausgezeichnet und re-zertifiziert. Die feierliche Übergabe der Zertifikate fand in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien statt, und Familienministerin Claudia Bauer war vor Ort, um den beiden Organisationen zu gratulieren.

Insgesamt erhielten 123 Organisationen Zertifikate in verschiedenen Kategorien, die sich mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie beschäftigen. Das Gütezeichen wird an Arbeitgeber verliehen, die sich ernsthaft mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen auseinandersetzen und Maßnahmen zur Unterstützung ihrer Mitarbeitenden umsetzen. Bauer hob hervor, wie wichtig familienfreundliche Arbeitgeber für die Balance zwischen Berufs- und Familienleben sind.

Familienfreundliche Maßnahmen in der Diözese Innsbruck

Die Diözese Innsbruck beschäftigt über 700 Personen, wobei erstaunliche 75 Prozent davon Frauen sind! Michael Schallner, der Leiter Personal, erklärte, wie wichtig es ist, flexible Rahmenbedingungen für die Mitarbeitenden zu schaffen. Dazu zählen unter anderem eine Arbeitsgruppe Familie, ein fröhliches Familienfest, eine Familienwallfahrt und das Programm „bring your family to work“. Es werden auch Leitfäden entwickelt, die auf unterschiedliche Lebensphasen und familiäre Situationen eingehen, wie etwa Karenz, Pflege, Väterkarenz, Papamonat und Altersteilzeit. Das klingt nach einem gut durchdachten Konzept, das das Miteinander in der Diözese fördert.

Die Caritas Burgenland wurde ebenfalls für ihre fortlaufende Arbeit in der Familienfreundlichkeit gewürdigt. Im Rahmen der Re-Zertifizierung lag der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung von Führungskräfteangeboten, betrieblicher Sozialberatung und einer besseren Zugänglichkeit zu Supervision, Beratung und Coaching. Monika Neeb, die Auditbeauftragte der Caritas Burgenland, betonte, dass die Organisation kontinuierlich an flexiblen Rahmenbedingungen arbeitet, um den Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht zu werden.

Ein Blick über die Grenzen

Interessanterweise ist die Diözese Würzburg, die im Regierungsbezirk Unterfranken liegt, ein weiteres Beispiel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik. Dort leben etwa 700.000 Katholikinnen und Katholiken, und die Mitarbeitenden des Bischöflichen Ordinariats haben vielfältige Aufgaben in Kirchengemeinden und anderen Einrichtungen. Auch diese Diözese führt regelmäßig Dialogverfahren zur Re-Zertifizierung durch. Das Ziel? Die Gesundheit und Zufriedenheit der Beschäftigten fördern und Maßnahmen in verschiedenen Bereichen wie Arbeitsgestaltung, Kommunikation und Personalentwicklung evaluieren und weiterentwickeln.

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Das Bundesfamilienministerium in Österreich setzt sich ebenfalls für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Seit 2003 trägt es das Zertifikat zum audit berufundfamilie. Der Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Das Ministerium hat in den letzten Jahren mobile und flexible Arbeitsmöglichkeiten etabliert, um die Balance zwischen Beruf und Privatleben zu unterstützen. Auch Kinderbetreuungseinrichtungen und Beratungsleistungen für die Pflege von Angehörigen sind Teil des Programms.

Diese Initiativen zeigen, dass die Themen Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen Regionen Europas wichtige Anliegen sind. Die ständige Weiterentwicklung dieser Maßnahmen ist entscheidend, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeitende und ihre Familien in Harmonie leben und arbeiten können.