Heute ist der 23.09.2026, und in Innsbruck gibt es einen besonderen Grund zum Feiern: Georg Kessler, der ehemalige Trainer von Hertha BSC, wird stolze 94 Jahre alt. Ein Mann, der die Fußballwelt geprägt hat und dessen Karriere mit zahlreichen Erfolgen gespickt ist. Geboren am 23. September 1932 in St. Ingbert, Deutschland, hat Kessler nicht nur als Spieler, sondern vor allem als Trainer bleibende Spuren hinterlassen. Seine Reise durch die Welt des Fußballs führt uns über die Niederlande, Belgien und Österreich, wo er mit Teams wie AZ Alkmaar, RSC Anderlecht und dem FC Wacker Innsbruck Erfolge feierte.

Bevor er die Verantwortung bei Hertha BSC übernahm, war Kessler Bondscoach der niederländischen Nationalmannschaft und gab dem legendären Johan Cruyff sein Debüt. Ein echter Pionier, der sowohl in der Heimat als auch im Ausland Anerkennung fand. Als Trainer von Hertha BSC von 1974 bis 1977 führte er das Team in seiner ersten Saison gleich zur Vizemeisterschaft und schaffte es 1977 ins DFB-Pokalfinale. Kessler war insgesamt 132 Mal an der Seitenlinie für die Berliner aktiv – eine Zahl, die ihn zum zweithäufigsten Trainer in der Geschichte des Vereins macht.

Ein Leben voller Leidenschaft

Georg Kessler, auch bekannt als „Sir“, begann seine Fußballkarriere bei Sittardse Boys und spielte anschließend für RKSV Sittardia und SV Maurits. Seine Trainerkarriere startete er in den 60ern – ein Jahrzehnt, das für viele Veränderungen im Fußball steht. Er war nicht nur ein Trainer, sondern auch ein Mentor, der das Potenzial seiner Spieler erkannte und förderte. Ein Höhepunkt war sicherlich das Double mit RSC Anderlecht, wo er Meisterschaft und Pokal gewann, bevor er sich 1974 Hertha BSC anschloss.

Nach seiner Zeit in Berlin kehrte Kessler nach Österreich zurück und gewann mit SSW Innsbruck den österreichischen Pokal. Auch in den Niederlanden hinterließ er seine Spuren, mit einer Meisterschaft und einer UEFA-Pokal-Finalteilnahme mit AZ Alkmaar. Die Liste seiner Trainerstationen ist beeindruckend: Sparta Rotterdam, PEC Zwolle, FC Brügge und Olympiakos Piräus – überall dort hinterließ er seine Handschrift.

Ein Trainer mit Weitblick

Seine Erfolge als Trainer sind unbestreitbar. In einer Zeit, in der Fußball noch ganz anders war, brachte Kessler frischen Wind und neue Ideen. Er war nicht nur ein Taktiker, sondern auch ein Menschenfänger. Mit seiner ruhigen Art und seinem Charisma schaffte er es, Teams zu motivieren und aus ihnen das Beste herauszuholen. Auch die Zeit als Professor an der Sporthochschule Köln zeugt von seiner Leidenschaft für den Fußball und dem Wunsch, Wissen weiterzugeben.

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Heute lebt Kessler in Olef in der Eifel und blickt auf ein erfülltes Leben zurück. Ein Leben, das sich nicht nur um Titel und Pokale dreht, sondern auch um die Menschen, die er auf seinem Weg getroffen hat. Die Welt des Fußballs hat ihm viel gegeben, und ihm bleibt auch viel zu geben. Denn auch im Alter von 94 Jahren ist sein Geist noch immer lebendig – und das ist wahrscheinlich das größte Geschenk, das man sich wünschen kann.