Judith Huber hat eine neue Rolle übernommen: Seit dem 1. Juli 2023 ist sie stellvertretende Leiterin der regionalen AMS-Geschäftsstelle in Wels. Mit über 20 Jahren Erfahrung bringt sie einen reichen Schatz an Wissen und Fähigkeiten mit, der ihr helfen wird, die Herausforderungen des Arbeitsmarktes zu bewältigen. Ihr Ziel ist klar: Sie möchte die Klienten unterstützen und die Servicequalität kontinuierlich verbessern. Man könnte sagen, sie hat die richtige Mischung aus Erfahrung und Leidenschaft für die Arbeit mit Menschen.

Die gebürtige Niederösterreicherin hat seit April 2020 die Abteilung Service für Unternehmen (SfU) in Wels geleitet. Davor war sie als stellvertretende Abteilungsleiterin tätig und hat sowohl Unternehmen betreut als auch arbeitsuchende Menschen beraten. Diese umfassende Erfahrung wird ihr zweifellos dabei helfen, die Bedürfnisse der Klienten besser zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Judith Huber ist sich bewusst, dass die Unterstützung von Arbeitsuchenden und Unternehmen in der aktuellen wirtschaftlichen Lage entscheidend ist.

Die Herausforderungen des Arbeitsmarktes

Die Situation am Arbeitsmarkt in Wels ist angespannt. Laut aktuellen Zahlen sind im Bezirk Wels und Wels-Land Ende April 4745 Personen arbeitslos gemeldet, was einen Anstieg von 20,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Zahlen sind alarmierend, aber es gibt auch Lichtblicke: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 282 gesunken. Dennoch bleibt die Suche nach geeigneten Fachkräften eine Herausforderung. Derzeit gibt es 2277 offene Stellen, besonders im Gesundheits- und Sozialwesen.

Das AMS Wels hat darauf reagiert und bietet verschiedene Ausbildungen und Qualifizierungen an. Von „arbeitsplatznahen Qualifizierungen“ bis hin zu Fachwerkstätten in Bereichen wie Lager, Handel, Gesundheit und Elektronik – es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Arbeitsuchende. Ein Metallausbildungszentrum sowie Fachkräfte- und Pflegestipendien stehen zur Verfügung. Besonders hervorzuheben ist die spezialisierte Beratung für Frauen, die sich für technische Berufe begeistern möchten. Hier wird versucht, digitale Kompetenzen und Perspektiven zu entwickeln, damit Frauen im Berufsleben Fuß fassen können.

Unterstützung für Jugendliche und die Zukunft

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Unterstützung von Jugendlichen. Aktuell gibt es 398 offene Lehrstellen, während 217 Lehrstellensuchende auf der Suche nach einer passenden Ausbildung sind. Das Jugendpaket des AMS hilft jungen Menschen, die keine Lehrstelle finden können, mit Angeboten, die von beruflicher Orientierung bis zum Lehrabschluss reichen. Betriebe, die (AHS-)Maturanten die Chance auf einen Lehrabschluss geben, werden ebenfalls unterstützt. Das Berufsinfozentrum (BIZ) bietet umfassende Berufsorientierung für alle Altersklassen, inklusive Vorträgen und Workshops in Schulen.

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Kooperationen mit lokalen Betrieben zielen darauf ab, neue Jobangebote zu entwickeln und Klarheit über die Anforderungen in verschiedenen Tätigkeitsbereichen zu schaffen. Ein wichtiger Partner in dieser Initiative ist das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ) sowie die Organisation Jugend am Werk, die am Standort Carl-Blum-Straße Unterstützung und Beratung für den Einstieg in den Arbeitsmarkt anbieten. Rund 250 Personen nutzen die Angebote dieser Institutionen, darunter etwa 200 Lehrlinge im Großraum Wels. Die Resonanz auf die neuen Angebote am Standort ist durchweg positiv.

Inmitten dieser Herausforderungen und Möglichkeiten wird Judith Huber mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement eine entscheidende Rolle dabei spielen, Menschen in Wels und Umgebung auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Entwicklungen sind spannend, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten weiterentwickeln wird.

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