Heute, am 3. Juni 2025, feiert das Jüdische Museum Wien den Pride Month 2025 mit einer neuen Schaufensterausstellung, die die Vielfalt von Beziehungen thematisiert. In der Dorotheergasse 11, 1010 Wien, werden Portraits des israelisch-österreichischen Paares Yuri und Johann präsentiert. Die Fotografien stammen aus der Serie „Us“ (2020–2023), die von dem Fotografen-Duo Fotómetro, bestehend aus Rona Bar und Ofek Avshalom, erstellt wurde.

Die Serie wurde während der Corona-Pandemie entwickelt und zeigt Paare in ihren Wohnungen, um die oft in den Medien übersehene Diversität von Beziehungen sichtbar zu machen. Im Fokus der Ausstellung stehen Themen wie Akzeptanz, Sichtbarkeit und die universelle Kraft der Liebe. Die Ausstellung ist ab sofort für die Öffentlichkeit zugänglich, mit Öffnungszeiten von Sonntag bis Freitag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr.

Festlichkeiten im Zeichen der Vielfalt

Der Pride Month in Wien erstreckt sich vom 1. bis 18. Juni 2023 und bietet ein breites Spektrum an Veranstaltungen zur Feier der Diversität der LGBTQI+ Community. Höhepunkt ist die 27. Regenbogenparade, die am 17. Juni stattfinden wird. Erste Vorveranstaltungen und Events sind bereits im Gange. So ist beispielsweise die Ausstellung „re_ass_ess me!“ mit Fotografien von Inés Bacher, Carolina Frank und Marija Šabanović bis zum 22. Juni im Lokal „Wirr“ zu sehen. Ein kostenloser Workshop wird am 17. Juni im Kulturzentrum Spittelberg angeboten, wo eine Diskussion mit Kuratorin Anna Hanreich und Künstlerin Lena Rosa Händle stattfindet.

Die Regenbogenparade gilt als größte jährliche Demonstration in Österreich und zieht Teilnehmer an, die ohne Anmeldung kostenlos mitmarschieren können. Am 17. Juni werden sich die Teilnehmer ab 11 Uhr zwischen dem Rathausplatz/Burgtheater und dem Franz-Josefs-Kai versammeln. Die Parade selbst beginnt um 13 Uhr und verläuft über die Ringstraße, mit der Rückkehr zum Rathausplatz gegen 17 Uhr.

Die Rückkehr der Regenbogenparade

Bereits in der Vergangenheit hat die Regenbogenparade in Wien bedeutende Ereignisse gesetzt. Laut MeinBezirk nahmen in diesem Jahr 300.000 Menschen an der Parade teil, was sie zur zweitgrößten seit Bestehen macht. Nur im Jahr 2019, mit 500.000 Teilnehmern, wurde ein Rekord erreicht. Die Parade wird von 98 geschmückten Lkw und zahlreichen Teilnehmergruppen begleitet, die eine bunte und laute Atmosphäre schaffen.

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Die Veranstaltung hat sich als wichtiger Ausdruck für Vielfalt und Akzeptanz der LGBTIQ+ Community etabliert. Starke Sicherheitsvorkehrungen, einschließlich 700 Einsatzkräften der Polizei, gewährleisten einen sicheren Ablauf der Feierlichkeiten. Die politische Botschaft der Parade wird von vielen Unterstützern, einschließlich Politikern, die an der Eröffnung teilnehmen, bekräftigt.

Trotz der großen Feierlichkeiten gab es in diesem Jahr Herausforderungen. Die Stadt Wien stellte 175.000 Euro als Fördergelder zur Verfügung; jedoch überstiegen die Sicherheitskosten von 160.000 Euro die finanzielle Unterstützung. Aufgrund dieser Umstände wird es 2023 kein Pride Village geben, was einen Rückschritt für die Veranstaltungen darstellt. Dennoch bleibt der Spirit des Pride Month in Wien lebendig.