Am 7. Juli 2023 erstrahlte das Konzerthaus in Klagenfurt im Glanz junger Talente. Über 100 Kinder aus Kärnten hatten an den Werkstätten der Begabungs- und Begabtenförderung teilgenommen und freuten sich auf die Abschlussveranstaltung. Mit 124 Absolventen, die eine oder mehrere Werkstätten im Schuljahr erfolgreich durchlaufen hatten, war die Veranstaltung ein wahrer Erfolg. Dabei wurden 78 Zertifikate an die jungen Talente überreicht, was nicht nur ihre Leistungen würdigte, sondern auch ihren Mut und ihr Engagement.

Unter den Ehrengästen waren Bildungslandesrat Peter Reichmann und Bildungsdirektorin Isabella Penz, die beide die Bedeutung der Förderung von Talenten hervorhoben. Reichmann unterstrich, wie wichtig es sei, Raum für die Entfaltung von Fähigkeiten zu schaffen. Er lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre Entschlossenheit und Kreativität. Penz wiederum sprach die Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen an und betonte die Notwendigkeit, vor allem mehr Mädchen zu motivieren, ihre Talente sichtbar zu machen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch das BORG Hermagor, das für eine besondere Atmosphäre sorgte.

Die Bedeutung von Begabungsförderung

Die Förderung von hochbegabten Kindern ist ein zentrales Thema in der Bildung. Es gibt zwar keine eindeutige Definition für Hochbegabung, doch ein IQ über 130 gilt häufig als formales Kriterium. Statistisch gesehen haben etwas mehr als 2% der Kinder und Jugendlichen einen IQ über diesem Wert, während weitere 15% zwischen 115 und 130 liegen und ebenfalls als überdurchschnittlich intelligent gelten. Laut dem „Fachportal Hochbegabung“ wird jedoch kritisiert, dass sich die Begabungsförderung zu sehr an diesen IQ-Grenzwerten orientiert.

Hochbegabte Kinder zeigen sich in verschiedenen Bereichen, sei es musikalisch, im Umgang mit Zahlen oder auch in der Kreativität. Das Motto „Erst fördern, dann finden“ wird empfohlen, um die Potenziale dieser Kinder zu entdecken. Lehrerinnen und Lehrer spielen dabei eine Schlüsselrolle, denn sie sind oft die ersten, die die Begabungen ihrer Schüler erkennen. Die Schulische Förderung ist entscheidend für die Entfaltung hochbegabter Kinder, wobei Maßnahmen wie Akzeleration und Enrichment oft zum Einsatz kommen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht jedes Kind, das bei Wiederholungsaufgaben Schwierigkeiten hat, automatisch hochbegabt ist. Verhaltensweisen, die auf Hochbegabung hinweisen können, sind zum Beispiel ein überdurchschnittlicher Wortschatz, ein hohes Detailinteresse oder eine ausgeprägte Gedächtnisleistung. Doch gerade „Underachiever“ stellen eine Herausforderung dar, da ihre schulischen Leistungen unter dem Durchschnitt liegen können. Hier gilt es, genau hinzusehen und individuell zu fördern.

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Die Veranstaltung in Klagenfurt hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, Talente zu erkennen und zu fördern. Es ist inspirierend zu sehen, wie viel Engagement und Kreativität in der nächsten Generation steckt. Die positive Resonanz von Seiten der Ehrengäste und der Organisatoren lässt darauf schließen, dass solche Initiativen nicht nur notwendig, sondern auch sehr wertvoll sind. Die jungen Talente sind die Zukunft – und sie haben bereits jetzt viel zu bieten.

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