30 Jahre Holzstraßenkirchtag: Fest der nachhaltigen Waldwirtschaft in der Flattnitz
Am 11. und 12. Juli wird die Flattnitz zum Schauplatz eines ganz besonderen Festes: Der Holzstraßenkirchtag feiert sein 30-jähriges Jubiläum! Zehn Jahre sind vergangen, seitdem diese Veranstaltung ins Leben gerufen wurde, und mittlerweile sind gleich 18 Gemeinden Teil der Feierlichkeiten. Der Kirchtag hat sich als ein Symbol für nachhaltige Waldwirtschaft etabliert, was Obmann und Gründungsvater Günter Sonnleitner besonders betont. Es geht hier nicht nur um Holz – es geht um die Verbindung von Wald, Holz, Wirtschaft und Kultur.
Die Veranstaltung hat ein umfangreiches Programm zu bieten. Von Waldarbeitsmeisterschaften über zahlreiche Aussteller bis hin zu leckerem Essen und unterhaltsamen Programmpunkten ist für jeden etwas dabei. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Suche nach dem „Holzstraßenpärchen“, die erstmals durchgeführt wird. Das Voting dafür ist bereits abgeschlossen, und das große Finale findet am 11. Juli ab 13.30 Uhr nach einer Trachtenmodenschau statt. Wer also gerne ein wenig feiern und das Zusammenspiel von Mensch und Natur erleben möchte, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen!
Vielseitige Aktivitäten und regionale Wertschöpfung
Wusstet ihr, dass in der Region rund 1.400 Quadratkilometer Waldfläche und etwa 41.000 Einwohner leben? Über 2.200 Holzbauprojekte wurden seit 1995 begleitet, was eine beeindruckende regionale Wertschöpfung von etwa 1.650 Euro pro Kubikmeter Holz bedeutet. Holzbau gilt zudem als aktive Maßnahme gegen den Klimawandel – ein Thema, das uns alle betrifft. Es ist spannend zu sehen, wie sich der Holzstraßenkirchtag im Laufe der Jahre entwickelt hat und welch wichtige Rolle er für die Region spielt.
Die Geschichte des Holzstraßenkirchtags begann 1995 in Gnesau und hat sich seither zu einer großartigen Plattform für den Austausch über den Wert- und Werkstoff Holz entwickelt. Es ist ein Fest, das nicht nur die lokale Wirtschaft stärkt, sondern auch das Bewusstsein für nachhaltige Waldwirtschaft schärft. Die Bundesregierung hat 2021 im Klimaschutzgesetz Ziele zur Kohlenstoffspeicherung in der Forstwirtschaft festgelegt; so wird deutlich, wie wichtig es ist, den Wald als Ressource verantwortungsvoll zu nutzen.
Wald und seine Bedeutung für die Zukunft
Die Waldstrategie 2050 und die Charta für Holz 2.0 zielen darauf ab, die Holznutzung, insbesondere im Bauwesen, zu steigern. Laut der Waldgesamtrechnung des Statistischen Bundesamtes ist die Holzentnahme in den letzten Jahren stark angestiegen. 1993 wurden noch rund 51 Millionen Kubikmeter Holz entnommen, was damals 49 % des nutzbaren Zuwachses entsprach. Doch die Zahlen sprechen für sich: 2010 war die Holzentnahme bei etwa 135 % des Zuwachses, und bis 2020 erhöhte sich dieser Anteil sogar auf 147 %! Das zeigt, dass wir uns in einer Phase befinden, in der die Nutzung der Wälder auch eine Herausforderung darstellt, besonders durch Sturm, Trockenheit und Insektenbefall.
Inmitten dieser Entwicklungen ist der Holzstraßenkirchtag ein Lichtblick. Er bietet nicht nur ein tolles Fest für die ganze Familie, sondern auch eine Plattform, um über die Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Waldwirtschaft zu diskutieren. Die Flattnitz wird zum Treffpunkt für alle, die die Verbindung zwischen Wald und Mensch schätzen und gemeinsam für eine grünere Zukunft eintreten wollen.
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