In einer spannenden Initiative besuchte die Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Feldkirchen die Berufsfeuerwehr Triest. Ziel des Besuchs war es, Erfahrungen auszutauschen und Informationen zu sammeln, um die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse zu erweitern. Begleitet wurde die Delegation von Abschnittskommandanten aus Dreiländereck sowie Ehrenkommandanten aus Siebenbrünn/Riegersdorf und Uggowitz. Es war sicher ein aufregender Moment, als die Gruppe an der Stadtgrenze von einer Eskorte der Freiwilligen Feuerwehr Triest empfangen wurde.
Vice-Comandante D.V. Alessandro Sancin übernahm die Führung und zeigte der interessierten Gruppe das Gelände der Berufsfeuerwehr. Hierbei wurden wertvolle Informationen über das italienische Feuerwehrwesen bereitgestellt. Besonders interessant war die Präsentation des umfangreichen Fahrzeugparks sowie der spezialisierten Geräte, die im Umgang mit gefährlichen Stoffen und radioaktiver Strahlung zum Einsatz kommen.
Einblicke in die nautische Abteilung
Ein weiterer Höhepunkt der Besichtigung war die nautische Abteilung, die mit spezieller Hafenausrüstung ausgestattet ist. Diese Facette der Feuerwehrarbeit stellt einen wichtigen Aspekt des italienischen Brandschutzes dar, da Triest eine bedeutende Hafenstadt ist. Nach dem informativen Teil des Besuchs blieb noch Zeit für einen gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt von Triest. So konnten die Feuerwehrleute nicht nur fachliche Eindrücke, sondern auch kulturelle Erlebnisse mit nach Hause nehmen.
Auf der Rückfahrt mit dem Bus der Firma Taferner gab es noch eine Rast im Restaurant Rio Argento in Uggowitz, wo die Delegation auch dem Bürgermeister von Malborghetto Valbruna begegnete. Solche Begegnungen fördern den Austausch und das Verständnis für benachbarte Kulturen und deren Ansätze im Bereich des Feuerwehrwesens.
Ein Blick auf das italienische Feuerwehrwesen
Das italienische Feuerwehrwesen, auch als „pompieri“ bekannt, hat eine lange Geschichte. Nach der Einigung Italiens gab es viele verschiedene Feuerwehrorganisationen, meist waren sie auf kommunaler Ebene aktiv. In den 1860er Jahren war die Situation oft chaotisch, da viele Kommunen keine organisierte Feuerwehr besaßen. Erst 1935 schuf ein Gesetz eine nationale rechtliche Grundlage für das Feuerwehrwesen, gefolgt von der Gründung des Corpo Nazionale dei Vigili del Fuoco im Jahr 1939. Diese Entwicklungen führten zu einer klareren Struktur und verbesserten Ausbildungsbedingungen.
Über die Jahre hinweg hat sich die italienische Feuerwehr weiterentwickelt und auch um Bereiche wie Zivilschutz und Zivilverteidigung erweitert. Seit 1992 bildet sie das Rückgrat des italienischen Zivilschutzsystems, welches Ressourcen auf verschiedenen Ebenen bündelt. Diese gut organisierte Struktur und die Vielzahl an Freiwilligen – etwa 1,3 Millionen sind registriert – machen die Feuerwehr zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Sicherheitsnetzes in Italien.
Insgesamt zeigt der Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Feldkirchen in Triest, wie wichtig der Austausch zwischen den Feuerwehren in Europa ist. Solche Besuche fördern nicht nur die fachliche Weiterbildung, sondern auch das Verständnis für die unterschiedlichen Herausforderungen, die Feuerwehrleute in verschiedenen Ländern meistern müssen. Weitere Informationen zu den Tätigkeiten und der Organisation der italienischen Feuerwehr finden Sie unter diesem Link.