Am vergangenen Samstag fand im Pfarrsaal von Feldkirchen ein ganz besonderes Event statt. Hans Neuhold, der die Veranstaltung organisiert hatte, lud die Anwesenden zu einer „Göderle-Jause“ ein, während er einen faszinierenden Trickfilm mit dem Titel „Die Legende von Maria im Dorn“ vorführte. Bei dieser Gelegenheit stellte Neuhold auch die beeindruckenden Fortschritte des Stadtarchivs vor, die er zusammen mit vier ehrenamtlichen Mitarbeitern erzielt hat.
Im April 2026, also erst vor kurzem, wurden die Verzeichnisse der Bücherei „Feldkirchen – Bamberg“ sowie der Gemälde der lokalen Künstlerinnen und Künstler fertiggestellt. Besonders bemerkenswert ist das Verzeichnis der alten Schriften der Gemeinde Feldkirchen, das nun seit 33 Jahren angelegt wird und bereits die Zahl von 9.000 überschreitet. Das ist wirklich eine enorme Leistung! Bei der Veranstaltung hatten die Gäste auch die Möglichkeit, eine Auswahl von 3.000 archivierten Fotos zu besichtigen. Über 50 Personen, darunter Pfarrer Dieudonné Mavudila Bunda und Bürgermeister Martin Treffner, waren der Einladung gefolgt und erfreuten sich an den historischen Einblicken.
Ein Hoch auf den Wein!
Zur „Jause“ wurde der Wein „Vinum Beliandrum“ gereicht, der von Winzer Gerhard Blasge aus St. Ulrich gesponsert wurde. Dieser Wein hat eine ganz besondere Geschichte: Feldkirchen hieß in der Römerzeit „Beliandrum“ und ist sogar auf der berühmten Tabula Peutingeriana verzeichnet, einer Straßenkarte aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. Die Präsentation von Blasge beim Event „Weingenuss“ im Amthof in Feldkirchen war ein weiterer Höhepunkt für die Besucher. Diakon Michael Wedenig segnete die Stände der Winzer und deren Weine – eine schöne Geste, die dem Event eine festliche Note verlieh.
Archäologische Schätze aus der Vergangenheit
Apropos Geschichte: Feldkirchen hat nicht nur in der Weinproduktion eine lange Tradition, sondern auch in der Archäologie. Im Sommer 2015 fand eine bedeutende Grabung statt, die aufgrund der Errichtung eines neuen Gebäudes für das Arbeitsmarktservice durchgeführt wurde. Dabei entdeckten Archäologen, unter anderem Christian Gugl und Paul Gleirscher, mehrere spannende Funde. Im nordwestlichen Bereich des Grabungsareals stießen sie auf Reste einer römerzeitlich genutzten Schlackenhalde, Keramik von Terra Sigillata und sogar eine Amphore. Diese Entdeckungen sind ein weiterer Beweis für die reiche Geschichte der Region und zeigen, dass Feldkirchen auch in der Antike eine wichtige Rolle spielte.
Die Grabungsfunde werden beim Archäologischen Dienst Kärnten aufbewahrt und zeugen von der jahrhundertealten Besiedelung des Gebiets. So wird deutlich: Feldkirchen ist nicht nur ein Ort mit lebendiger Gegenwart, sondern auch ein Schatzkästchen voller historischer Meilensteine. Es bleibt abzuwarten, was die zukünftigen Grabungen noch ans Licht bringen werden und wie die Gemeinde weiterhin ihre Geschichte bewahren und feiern wird.