Jubiläumsfeier der Marienschwestern in Bad Mühllacken
Am 11. Juli 2026 war es endlich soweit: Die Klosterkirche des Mutterhauses der Kongregation der Marienschwestern vom Karmel in Bad Mühllacken wurde zum Schauplatz einer festlichen Feier. An diesem besonderen Tag wurden gleich vier Jubilarinnen geehrt, die bedeutende Professjubiläen feierten. Schwester M. Leopoldine Hollnsteiner, Schwester Reintraud Hattmannsdorfer, Schwester M. Judith Leithner und Schwester M. Bernadette Steiner – sie alle blickten auf Jahrzehnte des Ordenslebens zurück.
In einer bewegenden Zeremonie, zelebriert von Dr. Adolf „Adi“ Trawöger, dem Bischofsvikar für die Orden, wurden die Jubilarinnen für ihre langjährige Treue und ihren unermüdlichen Einsatz gewürdigt. Schwester M. Leopoldine feierte stolze 70 Jahre, während Schwester Reintraud auf 65 Jahre zurückblicken konnte. Schwester M. Judith Leithner wurde mit ihrem diamantenen Jubiläum von 60 Jahren und Schwester M. Bernadette Steiner mit 50 Jahren, also ihrem goldenen Jubiläum, geehrt. Generaloberin Sr. Margret Grill übernahm die herzliche Begrüßung der Verwandten und Mitfeiernden und dankte im Namen der Gemeinschaft für den wertvollen Beitrag, den die Jubilarinnen geleistet haben.
Ein Festgottesdienst voller Emotionen
Der Festgottesdienst war nicht nur feierlich, sondern auch musikalisch ein Genuss. Gesang, Gitarre, Trommel, Hackbrett und Orgel – die Schwestern trugen mit ihren Instrumenten und Stimmen zur festlichen Atmosphäre bei. Dr. Trawöger zitierte den berühmten Dom Dysmas de Lassus und sprach über die Sehnsucht des Ordenslebens. In seiner Predigt thematisierte er die Liebe zu Gott und die Grenzen des Menschseins, was viele der Anwesenden tief berührte.
Die Jubilarinnen erneuerten feierlich ihre Profess und bekräftigten ihre Versprechen. Solche Momente, in denen man die Gemeinschaft und die Hingabe spüren kann, machen das Ordensleben so besonders. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein fröhliches Beisammensein im neuen Mutterhaus, bei dem Geschichten und Erinnerungen ausgetauscht wurden. Es war ein schöner Moment, um miteinander zu feiern und die Lebenswege der Jubilarinnen zu würdigen.
Ein Blick in die Geschichte der Marienschwestern
Die Marienschwestern vom Karmel sind seit 1860 in Österreich tätig und haben sich über die Jahre hinweg in vielen Bereichen engagiert. Aktuell leben 43 Schwestern in Österreich, und ihre Arbeit reicht von der Pflege über die Bildung bis hin zu seelsorglichen Diensten. Schwester M. Leopoldine, die 70 Jahre Ordensleben feiert, hat unter anderem im Krankenhaus Kirchdorf und im Kurhaus Bad Mühllacken gewirkt. Schwester Reintraud war als Kneipp-Bademeisterin in Bad Kreuzen und Aspach tätig. Auch Schwester M. Judith, die ebenfalls in den Krankenhäusern Kirchdorf, Aspach und Bad Kreuzen arbeitete, hat ihren Teil zur Gemeinschaft beigetragen. Schwester M. Bernadette, die Schneidermeisterin und Lehrerin für textiles Werken ist, hat über 30 Jahre die Ordensausbildung geleitet und ist seit 2017 die Hausoberin im Mutterhaus.
Eine solche Feier ist nicht nur ein Rückblick auf das Geleistete, sondern auch ein Blick in die Zukunft. Es wird klar, dass die Marienschwestern auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft spielen werden. Ihr Wirken ist ein fester Bestandteil des Lebens in Feldkirchen und darüber hinaus. Die Freude und Dankbarkeit, die an diesem Tag spürbar waren, werden noch lange in den Herzen der Anwesenden nachhallen.
Mehr Informationen zu den Jubilarinnen und der Feier finden Sie in der ausführlichen Berichterstattung auf dioezese-linz.at.
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