Heute ist der 3.06.2026 und die Landwirte im Bezirk Feldkirchen haben es nicht leicht. Die Trockenheit in der Region wird immer mehr zu einer ernsthaften Herausforderung. Wasser ist rar, und das hat massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Wilfried Mödritscher, der Leiter der LK-Außenstelle Feldkirchen, macht deutlich, dass die frühzeitige Trockenheit in diesem Jahr besonders gravierend ist. Bereits die Wiesen im Flachland wurden gemäht, jedoch mit Einbußen von 50% oder mehr. Im Berggebiet rentiert sich die Heuernte aufgrund der geringen Mengen kaum noch. Normalerweise sollte mit dem ersten Schnitt 70% des Winterfutters geerntet werden, doch die Realität sieht anders aus. Weniger Futter auf dem Markt könnte die Preise in die Höhe treiben – und das, wo Düngemittel und Treibstoff ohnehin schon teuer sind. Sollte sich die Situation nicht verbessern, sind Notverkäufe wegen Futtermangels nicht auszuschließen.

Der Grundwasserspiegel hat sich über die Jahre verändert und bringt den Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht. Das ist nicht nur für die Pflanzen schlecht, sondern auch für die Almtiere, deren Zahl seit einigen Jahren zurückgeht. Auf vielen Almen leidet man unter Futter- und Wasserknappheit. Besonders im Gebirge ist die Humusauflage gering, was für die Wasser- und Nährstoffspeicherung essenziell ist. Ein Verlust der Beweidung könnte nicht nur die Landschaft verändern, sondern auch Auswirkungen auf den Tourismus haben, der auf bewirtschaftete Almen angewiesen ist. Dies alles sind Probleme, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden.

Die Auswirkungen des Klimawandels

Die steigende Trockenheit ist nicht nur ein lokales Problem. Der Klimawandel sorgt insgesamt für häufigere Extremereignisse. Diese führen zu Ernteeinbußen und Futtermangel – ein Teufelskreis, der für viele Landwirte bedrohlich ist. Stress bei den Kulturpflanzen aufgrund von Wassermangel hemmt das Wachstum und mindert die Erträge. Dazu kommt, dass verschiedene Pflanzen unterschiedlich auf Trockenheit reagieren. Zuckerrüben und Kartoffeln sind beispielsweise besonders empfindlich, während Hirse und Sorghum robustere Varianten sind.

Die Schwierigkeiten betreffen auch die Milchviehbetriebe. Diese müssen das Futter teuer zukaufen, da die Wiesen und Weiden nicht genügend Ertrag liefern. Das führt nicht nur zu höheren Kosten, sondern auch zu einem erhöhten Risiko von Flächenbränden, was in heißen, trockenen Sommern zum echten Problem werden kann. Bei langen Trockenperioden und hohen Temperaturen trocknen die Böden stark aus, und die Pflanzen reagieren darauf, indem sie Stresshormone aussenden und ihre Spaltöffnungen schließen, um Wasserverluste zu vermeiden. Das hemmt die Photosynthese und hat fatale Folgen für das Wachstum!

Ein Ausblick in die Zukunft

Die Bewässerung im Ackerbau ist eine teure und oft wenig rentable Maßnahme. Es gibt allerdings Ausnahmen wie Kartoffeln und Zuckerrüben, bei denen sich der Aufwand lohnen könnte. Die Landwirtschaft steht vor der Aufgabe, sich anzupassen. Strategien wie die Auswahl trockentoleranter Sorten oder der Anbau unbekannter Kulturarten könnten helfen, die Erträge zu sichern. Der Einsatz von organischem Dünger zur Humusbildung fördert zudem die Wasserspeicherfähigkeit der Böden.

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Die Situation lässt sich nicht einfach ignorieren, und die Herausforderungen werden nicht weniger. Der Druck auf die Landwirte im Bezirk Feldkirchen wächst, und es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um diese Krise zu bewältigen. Der Klimawandel ist kein fernes Szenario mehr, sondern eine gegenwärtige Realität, die uns alle betrifft. Hier können Sie mehr über die aktuelle Lage erfahren.