Kräuterinnovationen in Kappel am Krappfeld: Klaus Sacherers Weg zur Nischenproduktion
Heute ist der 11.07.2026 und wir blicken nach Kappel am Krappfeld, wo Klaus Sacherer (39) mit viel Leidenschaft und einem einzigartigen Ansatz die Welt der Kräuter neu gestaltet. Jährlich kultiviert er zwischen fünf und acht verschiedene Kräuterkulturen. Da finden sich unter anderem Melissenarten – wie die Zitronen-, Drachenkopf- und weiße Melisse – sowie Pfefferminze, Liebstöckel, Nanaminze, Lavendel, Salbei, Kresse und Schabzigerklee. Der Lavendel hat in diesem Jahr aufgrund der Hitze nicht so gut abgeschnitten wie erhofft. Doch das hält Klaus nicht auf, denn die Landwirtschaft war schon immer ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Auf der Suche nach Alternativen zu den klassischen Kulturen hat er seinen eigenen Weg gefunden.
Insgesamt bewirtschaftet Klaus mittlerweile stolze acht Hektar Land. Vor sechs Jahren begann er bescheiden mit 1,5 Hektar. „Ich bin wahrscheinlich der einzige in der Region, der diese Art von Kräutern anbaut“, sagt er stolz und fügt hinzu, dass er Nischenprodukte produziert, die mit speziellen Geräten, wie einer maßgefertigten Trocknungsanlage, verarbeitet werden. Die Ernte der Kräuter erfolgt mit einem speziellen Ladewagen, der sie zu dieser Trocknungsanlage bringt.
Von der Ernte zur Trocknung
In der Trocknungsanlage werden die Kräuter zerkleinert und von Blättern und Stängeln getrennt. Der gesamte Trocknungsprozess benötigt etwa 24 Stunden und erfolgt in einer zweistöckigen Trockenkammer, in der ein Luftentfeuchter für optimale Bedingungen sorgt. Im Jahr produziert Sacherer zwischen 15 und 20 Tonnen Trockenware, die er an eine große Kräuterfirma verkauft, die daraus Tees herstellt. Sein Anbau beginnt Ende April, die Ernte hingegen ist stark witterungsabhängig und zieht sich über den Sommer.
Ein modernes Hackgerät mit künstlicher Intelligenz unterstützt Klaus bei der effektiven Bekämpfung von Unkraut. Trotz der Herausforderungen durch das veränderte Klima, insbesondere die zunehmende Trockenheit, sind viele der Kräuter robust genug, um keine speziellen Bedingungen zu benötigen. Diese Anpassungsfähigkeit ist entscheidend für den Erfolg seiner Nischenprodukte.
Ein weiteres Beispiel aus der Kräuterwelt
Ein ähnliches Schicksal erlebten Monika und Stefan Erlinger, die 2015 mit dem Kräuteranbau in Sankt Gotthard im Mühlkreis begannen. Ihre Entscheidung kam nach dem Borkenkäferbefall, der ihren 12 Hektar großen Wald komplett zerstörte. Der Klimawandel und Trockenperioden ab 2017 machten es unmöglich, die Futterproduktion für ihre Tiere aufrechtzuerhalten, sodass sie schließlich die Tierhaltung aufgeben mussten. Ihr Kräuteranbau startete mit 0,2 Hektar Ringelblumen, was aufgrund der händischen Ernte geringe Investitionen erforderte. Mittlerweile wachsen auf ihrem Betrieb etwa 4,5 Hektar verschiedene Kräuterarten.
Diese Geschichten zeigen, wie Landwirte in Österreich kreative Lösungen finden, um sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. Sie sind ein Beispiel dafür, wie man aus widrigen Umständen Neues schaffen kann. Es hängt alles an der Anpassungsfähigkeit und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen – sei es durch innovative Techniken wie künstliche Intelligenz oder durch die Rückbesinnung auf alte Anbaumethoden. Und so blühen die Kräuter nicht nur in den Gärten, sondern auch in den Herzen dieser leidenschaftlichen Landwirte.
Für weitere Informationen über Klaus Sacherers beeindruckenden Kräuteranbau und seine Techniken besuchen Sie die Kleine Zeitung oder erfahren Sie mehr über die Erlingers auf Landwirt Media.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Unsere neue VeloCore-Plattform vereint mehrere zentrale Stärken: hervorragende Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die Umsetzung durch Daniel Wom schafft damit eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Basis für unser Magazin.
