Mangel an Bürgermeisterinnen im Bezirk Feldkirchen: Eine Herausforderung für die Gleichstellung in der Politik
Im Bezirk Feldkirchen ist es auffällig: Alle zehn Gemeinden haben einen männlichen Bürgermeister. Das bedeutet, dass es keine Bürgermeisterin gibt. Ein Umstand, der nicht nur in der Region, sondern auch auf politischer Ebene Fragen aufwirft. Der SPÖ-Bezirksparteiobmann Herwig Seiser hat dazu einiges zu sagen. Er weist darauf hin, dass es auf kommunaler Ebene nur wenige Bewerberinnen gibt. Viele Frauen sehen sich durch berufliche und familiäre Verpflichtungen stark eingespannt, was ein politisches Engagement oft unmöglich macht. Die Zeit fehlt einfach – ein Thema, das auch ÖVP-Bezirksobmann Martin Treffner anspricht. Er sieht Zeitmangel als Hauptgrund für den Mangel an weiblichen Kandidatinnen in der Kommunalpolitik.
Wohlwissend, dass Frauen die Kommunalpolitik bereichern, betont Treffner die Unterstützung, die es für qualifizierte Frauen gibt. Ein Lichtblick in dieser Situation ist Susanna Santer-Hochsteiner, die bisher einzige Spitzenkandidatin für die Gemeinderatswahl 2027 in Steindorf. Daran zeigt sich, dass es durchaus Frauen gibt, die sich für politische Ämter interessieren. FPÖ-Bezirksparteiobmann Dietmar Rauter berichtet von laufenden Gesprächen in anderen Kommunen zur Suche nach weiteren Kandidatinnen. Er äußert den Wunsch nach mehr Frauen in der Politik, insbesondere auf sozialer Ebene. Diese Gespräche könnten möglicherweise dazu beitragen, dass künftig mehr Frauen auf den politischen Bühnen des Bezirks sichtbar werden.
Die Situation in Kärnten und darüber hinaus
<pAuf Landesebene sieht es in Kärnten etwas anders aus: Hier sind drei von fünf Regierungsmitgliedern weiblich. Das zeigt, dass Frauen durchaus in der Lage sind, politische Verantwortung zu übernehmen, auch wenn es auf kommunaler Ebene noch hapert. Die Zahlen in Deutschland sind da auch ganz interessant. Laut einer Studie lag der Frauenanteil in kommunalen Vertretungen bei etwa 30,5%. Das klingt zwar nach Fortschritt, aber im Vergleich zu den 13,5% Bürgermeisterinnen bundesweit bleibt da noch viel Luft nach oben. Zudem zeigen die Daten, dass der Frauenanteil in höheren Entscheidungsebenen meist geringer ist. Da stellt sich die Frage: Wo bleibt die Gleichstellung?
Ein weiterer Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die „gläserne Decke“ in der Politik. Diese Metapher beschreibt die unsichtbaren Barrieren, die Frauen daran hindern, in höhere politische Ämter zu gelangen. Quoten, Förderungen und Reformen werden immer wieder gefordert – und das nicht ohne Grund. Wenn man bedenkt, dass nur eines von sieben Ländern weltweit von einer Frau geführt wird, wird klar, wie wichtig es ist, das Thema Gleichstellung ernst zu nehmen.
Die Diskussion um die Repräsentation von Frauen in der Politik, insbesondere in kommunalen Ämtern, ist also ein vielschichtiges Thema. Während der Bezirk Feldkirchen auf Männer setzt, gibt es auf Landesebene bereits positive Entwicklungen. Es bleibt zu hoffen, dass die laufenden Gespräche in den Gemeinden Früchte tragen und mehr Frauen den Schritt in die Politik wagen. Das wäre nicht nur für die Politik selbst, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes von unschätzbarem Wert.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Unser neues Website-System (VeloCore) vereint mehrere zentrale Anforderungen moderner Nachrichtenportale: kurze Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die technische Umsetzung mit diesem Anspruch an Qualität und Zukunftssicherheit erfolgte durch Daniel Wom / VeloCore.
