In Feldkirchen fand kürzlich eine besondere Mitgliederehrung der Wirtschaftskammer Kärnten statt. Über 900 Jahre Unternehmertum wurden bei dieser feierlichen Veranstaltung gewürdigt. Die ausgezeichneten Betriebe sind nicht nur ein Zeichen für Beständigkeit und Innovationskraft, sondern auch für die tiefe regionale Verbundenheit, die für ihren wirtschaftlichen Erfolg entscheidend ist. Rund 2.200 Unternehmen im Bezirk Feldkirchen schaffen mehr als 10.100 Arbeitsplätze und bilden somit das Rückgrat der lokalen Wirtschaft.

Unternehmen wie die ÖBAU Egger, die seit 80 Jahren besteht, die Breschan Papier GmbH mit stolzen 110 Jahren und die Leeb Balkone GmbH, die sogar auf 120 Jahre zurückblickt, wurden besonders geehrt. WK-Präsident Jürgen Mandl hob den unternehmerischen Mut und die Ausdauer dieser Betriebe hervor. Diese Eigenschaften sind nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg wichtig, sondern sie tragen auch zur Lebensqualität in der Region bei. Eva Hoffmann, die WK-Bezirksstellenobfrau, betonte die Verantwortung und den Einfluss, den Unternehmer auf den Bezirk haben.

Wertschöpfung vor Ort

Die Bedeutung regionaler Wertschöpfungsketten kann in diesem Kontext nicht genug betont werden. Früher waren lokale Wertschöpfungsketten der Standard, doch die industrielle Verarbeitung und globalisierte Lieferketten haben viel von dieser Struktur verdrängt. Dabei bieten regionale Wertschöpfungen zahlreiche Vorteile: kurze Transportwege, die Stärkung lokaler Arbeitsplätze und die handwerkliche Verarbeitung sind nur einige davon. Ein Rückgang von kleinen Mühlen und Schlachtereien behindert jedoch den Aufbau solcher Ketten und zeigt, wie wichtig der Erhalt lokaler Strukturen ist.

Der Markt in der Lebensmittelverarbeitung wird heute von wenigen großen Unternehmen dominiert, was für viele Landwirte und lokale Produzenten eine große Herausforderung darstellt. Dennoch ist die Rückkehr zu regionalen Wertschöpfungsketten nicht nur möglich, sondern auch notwendig. Die Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg haben die Anfälligkeit internationaler Lieferketten aufgezeigt, und es wird immer deutlicher, dass regionale Strukturen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch sinnvoll sind.

Gemeinsam stark

Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren ist entscheidend, um nachhaltige Wertschöpfungsketten zu etablieren. Diverse Mitwirkende wie Behörden, Lebensmittelhandwerksbetriebe und der Handel müssen Hand in Hand arbeiten, um diese Strukturen zu stärken. Ein schlüssiges Vermarktungskonzept ist notwendig, um höhere Kosten für regionale Produkte zu rechtfertigen, und Verbraucher müssen über den Mehrwert regionaler Lebensmittel informiert werden. Die Kombination von biologischen und regionalen Ansätzen kann nicht nur die Wertschöpfung steigern, sondern auch die Kulturlandschaft fördern.

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Das FiBL Deutschland engagiert sich aktiv im Aufbau von regionalen Wertschöpfungsketten. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Initiativen bereits existieren, um Kooperationen und Vermarktungswege zu fördern. Der Fokus liegt darauf, die Strukturen im ländlichen Raum zu stärken und die Wirtschaftskreisläufe zu regionalisieren. Letztlich profitieren alle davon: die Produzenten, die Verbraucher und die gesamte Region.

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