In Feldkirchen gibt es Neuigkeiten, die den Wohnungsbau betreffen. Die Sparkasse Feldkirchen plant, das seit 2008 im Besitz befindliche ehemalige „Libro-Haus“ in der 10.-Oktober-Straße zu revitalisieren. Das Gebäude, das zuvor als Kino, Lebensmittelmarkt und mit acht Wohneinheiten genutzt wurde, steht mittlerweile seit rund zwei Jahren leer. Mit dem neuen Projekt unter dem Titel „Sparkassen Wohnpark“ soll ein kombiniertes Gewerbe- und Wohnobjekt entstehen, das die Lebensqualität in der Region steigern könnte.
Das Projekt sieht vor, 17 barrierefreie Wohnungen zu schaffen, wobei acht im bestehenden Gebäude und neun im Neubau untergebracht werden. Zusätzlich ist eine Gewerbefläche von rund 170 Quadratmetern sowie ein Parkdeck mit 23 bis 25 Parkplätzen geplant. Für die Umsetzung hat die Sparkasse bereits Budgetmittel zwischen 5 und 6 Millionen Euro reserviert. Allerdings gibt es einige Herausforderungen, die die Realisierung des Vorhabens verzögern könnten.
Herausforderungen und Genehmigungsverfahren
Ein zentrales Hindernis ist die Zufahrt zum Gelände. Eine Zufahrt über den Eigengrund ist zwar möglich, erfordert jedoch ein verkehrstechnisches Gutachten. Alternativ könnte eine bevorzugte Zufahrt über das Klaus-Areal eingerichtet werden, wofür jedoch die Genehmigung der Stadtgemeinde für die Ein- und Ausmündung in die 10.-Oktober-Straße notwendig ist. Diese Zufahrtsstraße hat eine Breite von elf Metern. Zudem ist eine Servituts-Vereinbarung mit der Firma ‚Die Ideenfabrik GmbH‘ erforderlich, um das Geh- und Fahrrecht zu klären. Bisher gab es aufgrund wechselnder Bauvorhaben und Verkaufsabsichten des Besitzers keine Einigung. Die Sparkasse hofft, die Unterstützung der Stadtgemeinde ohne den Umweg eines Gutachtens zu erhalten, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Ähnliche Entwicklungen sind im benachbarten Deutschland zu beobachten. So wurde beispielsweise ein ehemaliges Raiffeisenlagerhaus in Feldkirchen revitalisiert. Dort entstand ein neuer Wohnkomplex mit barrierefreien Wohnungen, Kinderbetreuung, Mensa, Bürgertreff und Seniorenheim, der von der Architekturagentur Felix+Jonas entworfen wurde. Das Projekt wurde termingerecht und kostensparend abgeschlossen und erhielt für seine innovative Planung den Deutschen Bauherrenpreis 2024. Solche Projekte zeigen, wie wichtig und notwendig die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum ist.
Die Bedeutung von Barrierefreiheit
Die Bundesregierung hat erkannt, dass die Anpassung von Wohnraum an die Bedürfnisse älterer Menschen, Menschen mit Behinderungen und Familien mit Kindern die Lebensqualität entscheidend verbessert. Im Rahmen der Förderprogramme wird nachhaltiges Bauen und Barrierefreiheit im Neubau unterstützt, wie etwa durch das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Das KfW-Zuschussprogramm „Altersgerecht Umbauen“, das seit 2014 besteht, hat bereits erhebliche Mittel bereitgestellt. Bis zum 31. Januar 2026 wurden Zuschüsse in Höhe von fast 462,5 Millionen Euro an rund 242.200 Antragstellende ausgezahlt.
Die Schaffung von barrierefreien Wohnungen ist besonders wichtig, da eine Versorgungslücke von über 2 Millionen Wohnungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen festgestellt wurde. Investitionsanreize sollen älteren Menschen ein Leben in vertrauter Umgebung ermöglichen. Im Rahmen der geplanten Revitalisierung des ehemaligen „Libro-Hauses“ könnte der Sparkassen Wohnpark einen wertvollen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leisten und die Lebensqualität in Feldkirchen nachhaltig verbessern.
Für weitere Informationen über das Projekt und die Hintergründe können Sie die vollständige Quelle einsehen: meinbezirk.at.