Am 15. Mai 2026 fand in Hermagor eine feierliche Angelobung von rund 400 Rekruten des österreichischen Bundesheeres statt. Ein Ereignis, das nicht nur die Rekruten selbst, sondern auch ihre Familien und Freunde in den Bann zog. Landeshauptmann Daniel Fellner schritt durch die Front der frisch eingezogenen Rekruten, die im April ihre Dienstzeit begonnen hatten. Mit eindringlichen Worten betonte Fellner, wie wichtig Disziplin, Verantwortung und Einsatzbereitschaft für die Sicherheit Österreichs sind. Schließlich, so fügte er hinzu, übernehmen diese jungen Männer und Frauen zentrale Aufgaben, um Schutz und Sicherheit zu gewährleisten.
Das Gelöbnis wurde als ein starkes Bekenntnis zur Demokratie und zur Verantwortung für die Republik Österreich hervorgehoben. Brigadier Horst Hofer ließ keinen Zweifel daran, wie entscheidend die militärische Ausbildung für die Rekruten sei. „Es ist nicht nur Training“, sagte er, „es ist eine Vorbereitung auf die Herausforderungen, die uns erwarten.“ Der tägliche Einsatz und das Training sind unerlässlich, um den Anforderungen an die Einsatzfähigkeit des Bundesheeres gerecht zu werden, insbesondere in Zeiten, in denen die Diskussion um die Dauer des Wehrdienstes immer wieder aufkommt.
Ein Blick auf die sicherheitspolitische Lage
Besonders Bürgermeister Leopold Astner begrüßte die Ehrengäste und die Familien, die sich zu diesem wichtigen Anlass versammelt hatten. Er erinnerte daran, dass die Region eine historische Bedeutung hat und dass die sicherheitspolitische Lage in Europa derzeit angespannt ist. Astner hob die Rolle des Bundesheeres bei Katastropheneinsätzen in der Region hervor, was besonders in Anbetracht der häufigen Naturkatastrophen von Bedeutung ist. Bei der vorhergehenden Totenehrung am Kriegerdenkmal wurde derer gedacht, die für die Freiheit gekämpft haben.
In einer Ansprache an die Rekrutinnen und Rekruten, die ebenfalls anwesend waren, wurde die militärische Landesverteidigung als zentraler Aspekt für den Schutz der österreichischen Bevölkerung betrachtet. In einer Zeit, in der Österreich und Europa diversen Bedrohungen ausgesetzt sind – sei es kulturell, ökonomisch oder technologisch – ist es wichtiger denn je, sich besser zu schützen und zu verteidigen als in der Vergangenheit. Ein Besuch im Baltikum wurde als Beispiel angeführt, um die spürbare Sorge vor militärischen Bedrohungen zu verdeutlichen. Es wurde betont, dass auch innerhalb der EU Gefahren bestehen, die die Freiheit bedrohen.
Wertschätzung für die Rekruten
Die Rekruten waren aufgerufen, aktiv zu werden und die Werte und Lebensweise, die wir schätzen, zu schützen. Es ist ein bedeutender Schritt für sie, sich mit ihrem Gelöbnis zur Bewahrung der demokratischen Ordnung zu bekennen. Dank an die Rekruten für ihre Bereitschaft, ihren Dienst zu leisten, und die besten Wünsche für eine erfolgreiche Zeit während ihres Wehrdienstes wurden ebenfalls ausgesprochen. „Es lebe das Österreichische Bundesheer! Es lebe die Republik Österreich! Es lebe unser gemeinsames und freies Europa!“, schloss der Redner seine bewegenden Worte.
Die Veranstaltung wurde vom Militärkommando Kärnten und der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See organisiert und von der Militärmusik Kärnten feierlich umrahmt. Ein eindrucksvoller Rahmen, der deutlich machte, wie sehr der Wehrdienst und die damit verbundene Verpflichtung für viele eine Ehre ist. Wer mehr über die Hintergründe und die Aufgaben des Bundesheeres erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der offiziellen Website des Bundesheeres.