Kärnten steuert auf eine Angebotslücke am Wohnungsmarkt zu
Heute ist der 26.06.2026 und wir werfen einen Blick auf den Wohnungsmarkt in Kärnten. Die Situation ist, um es mal direkt zu sagen, angespannt. Laut der Analyse „Wohnbauprojekte in der Pipeline Kärnten 2026“ von EXPLOREAL GmbH ist der Wohnbau in der Region alles andere als dynamisch. Im Auftrag der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Kärnten sowie des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen Kärnten wurde festgestellt, dass zwischen 2024 und 2026 insgesamt 158 Wohnbauprojekte mit 3.837 Wohneinheiten untersucht wurden. Doch viele dieser Projekte werden entweder verschoben oder in kleinerem Rahmen umgesetzt. Das könnte zu einer signifikanten Angebotslücke auf dem Kärntner Wohnungsmarkt führen.
Die Neubautätigkeit konzentriert sich besonders auf die Städte Klagenfurt und Villach. In Klagenfurt werden jährlich etwa 4,8 neue Wohneinheiten pro 1.000 Einwohner geschaffen, während Villach auf 3,2 kommt. Im Gegensatz dazu sieht es in den Bezirken Feldkirchen, Völkermarkt, Wolfsberg und St. Veit an der Glan mau aus – dort wird deutlich weniger gebaut. In Hermagor gibt es sogar gar keine größeren Bauträgerprojekte. Für das Jahr 2026 werden lediglich rund 1.300 fertiggestellte Wohneinheiten erwartet, was die Situation weiter verschärfen könnte. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Neubauwohnung liegt in Kärnten bei etwa 407.000 Euro, was einem Quadratmeterpreis von 5.728 Euro entspricht. Und das ist nicht das Ende der Fahnenstange – die Quadratmeterpreise sind innerhalb eines Jahres um 5,4 Prozent gestiegen!
Angebotslücke am Wohnungsmarkt
Die Analyse zeigt auch, dass 76 Prozent der geplanten Wohneinheiten von gewerblichen Bauträgern errichtet werden, während lediglich 24 Prozent auf das Konto gemeinnütziger Bauvereinigungen gehen. Branchenvertreter fordern nun schnellere Genehmigungsverfahren, mehr Planungssicherheit, bessere Finanzierungsmöglichkeiten und Anpassungen bei der Wohnbauförderung. Es wird ein gemeinsamer Schulterschluss aller Beteiligten gefordert, um die Investitionen zu erleichtern und die Wohnversorgung langfristig zu sichern. Diese Forderungen sind nicht nur wichtig, sondern auch dringend, denn der Druck auf den Wohnungsmarkt in Kärnten wächst.
Wenn man sich die aktuellen Neubauprojekte in Kärnten anschaut, wird schnell klar, dass es auch interessante Angebote gibt. Zum Beispiel das Neubauprojekt FUXZONE Drautal in Paternion, wo die Preise ab 252.000 Euro beginnen und die Quadratmeterpreise bei 3.988,51 Euro liegen. Auch das Projekt DAS QUARTETT in Velden am Wörther See klingt vielversprechend, mit Preisen ab 409.000 Euro und einer Wohnfläche von 66,11 bis 137,95 m². Diese Vielfalt an Angeboten könnte doch einen Hoffnungsschimmer darstellen, auch wenn der Gesamtmarkt unter Druck steht.
Prognosen und Ausblick
Allerdings blickt Kärnten auf eine düstere Prognose für die kommenden Jahre. Der Österreichische Neubaubericht für das Quartalsupdate 03/2025 zeigt einen Rückgang von -32 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen ist der Kärntner Immobilienmarkt, wo für 2025 lediglich 917 fertiggestellte Wohneinheiten prognostiziert werden. Mit einer Fertigstellungsquote von nur 1,61 pro 1.000 Einwohner liegt Kärnten weit hinter dem österreichweiten Durchschnitt von 3,6 zurück. Dieses Bild ist alarmierend und lässt befürchten, dass der Trend der Abnahme der Wohneinheiten, der 2024 begann, bis Ende 2025 noch deutlicher ausfallen wird. Die Situation wird sich nicht von selbst verbessern.
Der Druck auf den Kärntner Wohnungsmarkt wird also zunehmen, und die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, ist überdeutlich. Wenn nicht bald gehandelt wird, könnte die Angebotslücke noch größer werden und die Lage für viele angehende Immobilienbesitzer weiter verschärfen.
Für weitere Informationen und Details zur aktuellen Lage im Wohnungsbau in Kärnten, können Sie die vollständige Analyse auf mein-klagenfurt.at nachlesen.
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