Heute, am 17. Mai 2026, können wir nach einem langen und herausfordernden Monat endlich berichten, dass die Waldbrandlöscharbeiten im Lesachtal beendet sind. Der Einsatz dauerte unglaubliche 24 Tage, und das, was sich dort abspielte, lässt einen nicht kalt. Rund 2.000 Feuerwehrleute, unterstützt von der Polizei, dem Bundesheer und sogar Landwirten, haben unermüdlich daran gearbeitet, das Feuer zu löschen. Betroffen war eine Fläche von 110 Hektar, und die Brandursache wird auf eine Zigarettenkippe zurückgeführt, die am Abend des 23. April das Feuer entfacht hat. Der Brandort, Promeggen am Xaveriberg, liegt zwischen Maria Luggau und St. Lorenzen.
Die Einsatzkräfte standen vor gewaltigen Herausforderungen, denn die Glutnester lagen teils über einen halben Meter unter der Oberfläche. Es war nicht nur der Einsatz von rund 10 Millionen Litern Wasser, der entscheidend war, sondern auch die Unterstützung durch die Bergrettung, die mit Wärmebildkameras half, die versteckten Glutnester zu lokalisieren. Die Wetterbedingungen spielten ebenfalls eine Rolle; Regen und Schneefall haben den Einsatzkräften etwas in die Karten gespielt. Am Sonntag, nach 24 Tagen harter Arbeit, wurde schließlich „Brand aus“ gemeldet, wie der Landesfeuerwehrverband Kärnten bestätigte.
Die Auswirkungen auf die Natur
Waldbrände sind mehr als nur flammende Zerstörung. Sie beeinflussen die Stabilität und Vitalität von Waldökosystemen auf vielfältige Weise. Wie das Umweltbundesamt beschreibt, hängt der Einfluss eines Brandes von dessen Dauer, Intensität, Umfang und Art ab. Erdfeuer oder Schwelbrände können Wurzeln und Samen schädigen, während Boden- oder Lauffeuer die bodennahe Vegetation und die Streuauflage vernichten. Das hat unmittelbare Konsequenzen für die Vitalität der Waldbestände.
Besonders kritisch sind Kronenfeuer, die entstehen können, wenn Bodenfeuer auf die Baumkronen übergreifen. In solchen Fällen kann es zum Verlust des gesamten Bestandes kommen. Die Regeneration der Bäume wird durch solche extremen Brandereignisse erheblich erschwert. Darüber hinaus können Waldbrände schädliche Emissionen freisetzen, die nicht nur der Umwelt, sondern auch der menschlichen Gesundheit schaden. Feinstaub und andere Schadstoffe können die Atemwege belasten, und 2022 wurden alleine in Deutschland 0,28 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente durch Waldbrände freigesetzt.
Die menschliche Seite
In der Region rund um Hermagor haben die Menschen das Geschehen mit bated breath verfolgt. Die Sorge um Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude war greifbar, und die Unterstützung der Feuerwehrleute und anderen Einsatzkräfte wurde von den Anwohnern sehr geschätzt. Es ist nicht nur die Natur, die unter solchen Katastrophen leidet, sondern auch die Gemeinschaft, die zusammenhalten muss, um solche Herausforderungen zu meistern.
Waldbrände können auch positive Aspekte für die Biodiversität haben, indem sie ökologische Nischen schaffen. Doch der Schrecken, der mit einem solchen Brand einhergeht, bleibt im Gedächtnis der Menschen und hinterlässt Spuren in der Landschaft. Die Rückkehr zur Normalität wird Zeit brauchen, und es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Natur erholt.