Heute ist der 26.04.2026 und die Region Hermagor wird von den Folgen eines verheerenden Waldbrandes im Lesachtal erschüttert. Der Brand, der sich auf 110 Hektar ausgedehnt hat, hat in den letzten Tagen die Einsatzkräfte stark gefordert. Am Sonntag, dem vierten Tag des Einsatzes, konnten die Flammen dank des unermüdlichen Einsatzes von Hubschraubern eingedämmt werden. Insgesamt sind 33 Feuerwehren mit rund 250 Kräften mobilisiert worden, um die Glutnester auszuräumen und die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Die Einsatzkräfte, darunter auch sieben Hubschrauber mit 23 Flughelfern, arbeiten unter extrem gefährlichen Bedingungen. Steile Hangflächen, starker Wind und aufsteigender Rauch machen die Löscharbeiten nicht nur herausfordernd, sondern auch riskant. Trotz dieser widrigen Umstände gab es bisher keine Bedrohung für Menschenleben oder Wohngebäude, lediglich ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen.
Pressekonferenz und Materialnachschub
Im Rahmen einer Pressekonferenz im Bildungszentrum Lesachtal in St. Lorenzen informierten Landeshauptmann Daniel Fellner und Ing. Rudolf Robin, Präsident des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes, über den aktuellen Stand der Löscharbeiten. Der Material-Nachschub ist ebenfalls gesichert: 10.000 FFP2-Masken wurden vom Landesfeuerwehrverband bereitgestellt, um die Feuerwehrleute bei den Nachlöscharbeiten zu unterstützen.
Bis Samstagabend wurden über 800 Löschflüge durchgeführt und dabei etwa 446.000 Liter Wasser abgeworfen. Diese beeindruckenden Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Anstrengungen, die unternommen werden, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die B 111 bleibt aufgrund der fortdauernden Löscharbeiten weiterhin für den Verkehr gesperrt.
Lokale Reaktionen und Ausblick
LH-Stv. Martin Gruber und Bgm. Bernhard Knotz haben sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Die Gemeinschaft zeigt sich solidarisch und unterstützt die Feuerwehrkräfte, die an der Frontlinie stehen. Die schnelle und effiziente Reaktion der Einsatzkräfte wird als vorbildlich angesehen, und es wird alles daran gesetzt, die Situation schnellstmöglich zu entschärfen.
Der Waldbrand im Lesachtal ist nicht nur eine Herausforderung für die Einsatzkräfte, sondern auch ein Weckruf an die Region, ihre Strategien im Umgang mit Naturkatastrophen zu überdenken. Mit der Unterstützung aller Beteiligten und einer gut organisierten Einsatzleitung hoffen die Verantwortlichen, dass baldige Entspannung in die Region einkehrt. Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen können auf der Website von okvolltreffer.at nachgelesen werden.