Ein schwerer Kutschenunfall ereignete sich am 9. Juli 2025 in Reichenau, Kärnten. Gegen 20:35 Uhr lenkte ein 48-jähriger Mann aus dem Bezirk Feldkirchen eine Kutsche, die mit zwei Noriker-Pferden bespannt war. In der Kutsche befanden sich zwei Frauen im Alter von 20 und 27 Jahren, ebenfalls aus dem Bezirk Feldkirchen. Während der Fahrt kippte die Kutsche beim Umdrehen in einer Kehre über die Vorderachse und wurde in der Folge von den Pferden etwa 30 bis 40 Meter den Weg entlang gezogen. Alle drei Insassen erlitten Verletzungen unbestimmten Grades.

Die 27-jährige Frau musste nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber RK1 ins nächste Krankenhaus gebracht werden, während die anderen beiden Verletzten mit der Rettung ins Krankenhaus Spittal/Drau transportiert wurden, wie 5min.at berichtet.

Weitere Kutschenunfälle in Österreich

<pNicht nur der Vorfall in Kärnten wirft Fragen zur Sicherheit im Pferdesport auf. Am Samstagnachmittag, dem 9. Juli 2025, ereignete sich ein ähnlicher Unfall im Gemeindegebiet von Fornach im Bezirk Vöcklabruck. Hierbei waren ein 77-jähriger Großvater und sein 15-jähriger Enkelsohn betroffen. Der Unfall geschah an der Kreuzung der Redleitener Landesstraße mit dem Güterweg Seppenröth, als eines der Noriker-Pferde beim Wenden einen zu engen Radius nahm und die Deichsel brach. Die beiden wurden von der Kutsche zu Boden geschleudert und zogen sich schwere Verletzungen zu. Der Großvater wurde ins Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck gebracht, während der Enkel per Rettungshubschrauber zum Landeskrankenhaus Salzburg geflogen wurde.

Hinzu kommt, dass die Pferde, die am Unfall beteiligt waren, ohne Führung noch etwa 1,5 Kilometer weiter liefen, bis sie gegen einen Baum prallten und umkippten. Trotz dieser Gefahr konnten die Tiere eingefangen werden, so nachrichten.at.

Sicherheitsbedenken im Pferdesport

Die Reihe von Unfällen wirft auch größere Fragen zur Sicherheit in der Pferdehaltung und im Pferdesport auf. Ein Bericht des Deutschen Tierschutzbundes verdeutlicht, dass auch im Rennsport häufig Unfälle auftreten. Im Jahr 2022 verloren sechs Pferde bei Galopprennen ihr Leben, und zahlreiche weitere Tiere zeigten Verletzungen oder litten unter gesundheitlichen Problemen. Tierschützer kritisieren die Gefahren, die jungen Pferden im Rennsport ausgesetzt sind, und fordern strengere Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich eines Verbots des Peitschengebrauchs bei Pferderennen.

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In der Schweiz wurde bereits ein solches Verbot verabschiedet. Währenddessen bleibt der Deutsche Galopp bei seinem Einsatz von Peitschen, auch wenn diese seit 2023 strengen Regelungen unterliegen. Laut pferde.de dürfen bei einem Rennen maximal drei Schläge eingesetzt werden, was für zweijährige Pferde in noch strikterer Form gilt. Unfälle und Todesfälle sind jedoch ein immer wiederkehrendes Thema, und der Tierschutzbund drängt auf umfassendere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit dieser Tiere.