Im Herzen von Spittal an der Drau wird heute ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert. Der Priester Benoit Matumona Nzonzi blickt auf 40 Jahre voller Engagement und Hingabe zurück, in denen er Menschen auf ihrem Glaubensweg begleitet hat. Geboren in der Demokratischen Republik Kongo, hat Nzonzi nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Österreich, konkret in Innsbruck und Kärnten, Spuren hinterlassen. Seine Reise begann bereits im zarten Alter von fünf Jahren, als er zum ersten Mal mit einem Priester in Berührung kam – ein Moment, der sein Interesse an der Kirche weckte und ihn letztlich zu seiner Berufung führte.

Ein weiterer prägender Einfluss war sein Vater, der als Krankenpfleger arbeitete. Diese familiäre Prägung inspirierte ihn, selbst den Weg des Priesters zu wählen. Am 13. Juli 1986 wurde er schließlich in der Diözese Popokabaka zum Priester geweiht. Während seines Studiums im Priesterkolleg „Canisianum“ in Innsbruck stand er vor der Herausforderung, sich an eine neue Sprache und Kultur zu gewöhnen, da er aus einem ländlichen Umfeld stammte. Dennoch schaffte er es, sich in der Diözese Gurk, insbesondere in Villach, Spittal an der Drau, Penk und Kolbnitz, gut zu integrieren und wurde von den Gemeindemitgliedern herzlich aufgenommen.

Ein Leben im Dienst

In seinen 40 Jahren im priesterlichen Dienst hat Benoit Matumona Nzonzi viele Veränderungen miterlebt. Er beschreibt den Übergang von Missionaren zu einem einheimischen Klerus und die zunehmenden Herausforderungen in der Pastoralarbeit, insbesondere was die Ressourcen betrifft. „Die universellen Probleme der Menschen sind auch hier spürbar“, sagt er und hebt die Bedeutung von Empathie und Dialog hervor. Diese Perspektive ist besonders wichtig in einer Welt, die sich ständig wandelt.

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt seiner Arbeit ist die Schule, die er im Kongo aufgebaut hat. Diese Bildungseinrichtung stellt eine wertvolle Chance für viele Kinder dar, doch die Erhaltung der Schulgebäude und die Bezahlung des Lehrpersonals sind ständige Herausforderungen. „Ich bin dankbar für die Unterstützung von Menschen wie Uli Milachowski, Ines Stockkhammer und dem Verein Mölltalherz für Kongo“, betont Nzonzi. Diese Hilfe ist für ihn und viele andere von unschätzbarem Wert.

Die Rolle der Kirche in Afrika

Die Bedeutung von Nzonzis Arbeit wird auch im Kontext der katholischen Kirche in Afrika deutlich. Kardinal Fridolin Ambongo Besungu, Erzbischof von Kinshasa, hebt hervor, dass die Kirche in vielen afrikanischen Regionen eine wesentliche Rolle spielt, um staatliche Defizite auszugleichen. Ohne die Kirche, so Ambongo, gäbe es oft „kein Leben, keine Hoffnung und keine Zukunft“. Die katholische Kirche in Afrika wächst rasant und zählt heute rund 256 Millionen Gläubige. Doch trotz dieser beeindruckenden Zahlen kennen etwa 70 Prozent der Menschen in Afrika Christus noch nicht. Das zeigt, wie wichtig das Engagement von Priestern wie Nzonzi ist.

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In Anbetracht dieser Herausforderungen und des Wandels, den die Kirche und ihre Gläubigen durchleben, ist es mehr denn je notwendig, dass junge Menschen ihre Berufung finden und der inneren Stimme Gottes folgen. Nzonzi möchte sie dazu ermutigen, aktiv zu werden und ihren Weg zu gehen – denn wie er aus eigener Erfahrung weiß, kann der Dienst an den Menschen das Leben sowohl für den Priester als auch für die Gemeindemitglieder bereichern.

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