Am Montagabend, dem 25. Mai 2026, ereignete sich gegen 18:30 Uhr ein besorgniserregender Vorfall im Wellnessbereich des Hotels am Katschberg in Kärnten. Eine Meldung über einen Chlorgasaustritt ließ die Alarmglocken läuten. Betroffene Personen klagten über Atemwegsreizungen und starken Husten, während ein intensiver Chlorgeruch die Luft erfüllte. Die Wellnessoase wurde umgehend geräumt, um die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter zu gewährleisten. Die Rettungskette wurde sofort in Gang gesetzt.

Die Freiwillige Feuerwehr Spittal an der Drau und weitere Feuerwehren aus dem Abschnitt Lieser/Maltatal sowie die Feuerwehr St. Michael im Lungau wurden alarmiert. Nur eine Minute nach der ersten Meldung, um 18:31 Uhr, rückte die Feuerwehr Spittal mit einem umfassenden Gefahrgut- und Dekontaminationszug aus. Vor Ort waren auch drei Vollschutztrupps der Feuerwehren Gmünd, St. Michael im Lungau und Spittal, die sich auf die Situation vorbereiteten.

Einsatzkräfte und Maßnahmen

Die Feuerwehr Spittal richtete eine Dekontaminationsstraße ein, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Belüftung des betroffenen Bereichs. Der Auslöser des Chlorgasaustritts bleibt bislang unbekannt, was die Situation umso besorgniserregender macht. Zehn Personen, darunter sechs Kinder, mussten zur medizinischen Abklärung in verschiedene Krankenhäuser gebracht werden, darunter Tamsweg, Spittal an der Drau und Villach. Eine minderjährige Person wurde sogar mit einem Notarzthubschrauber ins Klinikum Villach geflogen.

Insgesamt waren 138 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Freiwillige Feuerwehren aus Rennweg, St. Peter/Oberdorf, Kremsbrücke, Spittal, Gmünd und St. Michael im Lungau, die mit 19 Fahrzeugen anrückten. Auch Rettungsdienste aus St. Michael, Gmünd und Spittal an der Drau waren im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Spittal stellte dabei fünf Fahrzeuge und 33 Kräfte zur Verfügung.

Erfahrungen aus der Vergangenheit

Solche Vorfälle sind nicht ganz neu. Im Jahr 2025 fand eine Übung zu einem ähnlichen Szenario statt, bei der ein Verladeunfall mit einer beschädigten Chlorgasflasche simuliert wurde. Die Übung diente dem Training für einen Gefahrguteinsatz unter realistischen Bedingungen. Hierbei kamen die Einsatzkräfte in den Genuss der GAMS-Regel: Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung und Spezialkräfte nachfordern. Es zeigt sich, dass solche Übungen wichtig sind, um auf echte Notfälle bestens vorbereitet zu sein.

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Aktuelle Ermittlungen zu dem Vorfall am Katschberg sind im Gange, um die Ursachen des Chlorgasaustritts zu klären. Die Situation bleibt angespannt, und die Behörden stehen bereit, um im Bedarfsfall weitere Maßnahmen zu ergreifen. Wir werden die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und berichten.