Esther Graf veröffentlicht zweites Album „Wofür es sich zu leben lohnt“
In Spittal an der Drau, der Geburtsstadt von Esther Graf, wird heute ein neues Kapitel in der österreichischen Musikgeschichte aufgeschlagen. Die 27-jährige Sängerin und Songschreiberin hat ihr zweites Album mit dem Titel „Wofür es sich zu leben lohnt“ veröffentlicht. Ein beeindruckender Meilenstein, der nicht nur ihre kreative Entwicklung widerspiegelt, sondern auch die Vielfalt ihrer musikalischen Einflüsse vereint. Wer hätte gedacht, dass das Mädchen, das einst das Internat schwänzte, um das Southside Festival zu besuchen, heute selbst auf der Bühne steht? Ihre Schulzeit beschreibt sie als eine Zeit voller „dummer Ideen“, die sie nun in ihren Songs verarbeitet.
Das neue Album umfasst stolze 16 Tracks und bietet eine bunte Mischung aus Pop, Indie-Rock und sogar Rap. Es wurde zwischen Kärnten, Berlin und Sizilien produziert, wobei der Titelsong in einem Songwriter-Camp auf der italienischen Insel entstand. Graf selbst bezeichnet die Lieder als befreit, leicht und emotional offen – ein Spiegelbild ihrer Persönlichkeit. Der Eröffnungssong „Wie schön“ ist ein Liebeslied, das ihre künstlerische Identität prägt. Ein weiteres Stück, „Dafür war es echt“, thematisiert die Realität des Lebens und die Dankbarkeit für all die Niederlagen, die einem letztendlich stärker machen.
Ein Blick auf die Songs
Besonders interessant ist der Track „Kleinstadt brennt“, der eine Hommage an ihre Jugend und positive Coming-of-Age-Erfahrungen darstellt. Graf hat sich viel mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt und könnte mit diesem Song nostalgische Gefühle wecken. „Hausverbot“ hingegen bringt die „Kraftclub-Vibes“ und animiert zum Mitsingen, während „Darüber schlafen“ als ein „Live-Banger“ gefeiert wird. Die gesamte Albumgestaltung wurde bewusst als zusammenhängendes Werk konzipiert und nicht einfach als Playlist zusammengestellt. Es geht um eine Botschaft, die sie mit ihrer Musik transportieren möchte – eine neue Tiefe, die sie erreichen will.
Mit über 112 Millionen globalen Streams ist Graf die meistgestreamte Österreicherin und hat sich einen festen Platz in der Musikszene erobert. Ihre Erfolge bleiben nicht unbemerkt: Nominierungen für den MTV Europe Music Award, die 1Live Krone und den YouTube Award sprechen für sich. Und das Beste? Esther hat bereits Festivalauftritte für den Sommer 2026 bestätigt, darunter das Southside und Hurricane Festival.
Ein Blick in die österreichische Musiklandschaft
Esther Graf ist nicht nur eine Stimme unter vielen, sondern steht im Kontext einer sich ständig weiterentwickelnden Musiklandschaft in Österreich. Im „Lexikon der österreichischen Popmusik“ wird die Bedeutung von Künstlern wie ihr für die österreichische Musikszene reflektiert. Die Bandbreite reicht von Jazz über Rock bis hin zu Folklore und Kommerz-Pop. Solche Künstler tragen zur kritischen Gegenkultur bei. Sie sind nicht nur Unterhaltung, sondern auch Sprachrohr für Generationen.
Während Andreas Gabalier als erfolgreichster Vertreter volkstümlicher Musik gilt, bringt Graf eine frische Perspektive in die Szene, die immer mehr von Diversität und Individualität geprägt ist. Und so bleibt abzuwarten, wie sich ihre Karriere weiter entfalten wird. Ihre Fangemeinde ist bereits jetzt begeistert, und mit ihrem neuen Album zeigt sie, dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen – und das mit Musik, die berührt.
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