In Kärnten sind die Unternehmerinnen eine tragende Säule der Wirtschaft. Mehr als 19.000 Frauen sind Mitglied der Wirtschaftskammer Kärnten, was rund 41 Prozent aller Unternehmen im Land entspricht. Der Frauenanteil bei Unternehmensgründungen liegt hier bei bemerkenswerten 36 Prozent, und bei den Ein-Personen-Unternehmen (EPU) führen Frauen sogar knapp 49 Prozent. Insgesamt gibt es in Kärnten fast 24.000 EPU, was die Bedeutung dieser Unternehmensform unterstreicht. Die Wirtschaftskammer Kärnten hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg von Frauen aktiv zu fördern.

Ein wichtiger Akteur in diesem Kontext ist die Junge Wirtschaft (JW), ein Netzwerk für Unternehmer:innen bis 40 Jahre, das rund 4.000 Mitglieder in Kärnten zählt. Die JW ist in acht regionalen Bezirksteams organisiert, unterstützt von 60 Ehrenamtlichen. Veranstaltungen wie AI-Workshops und Wirtschaftstreffs bieten hervorragende Gelegenheiten für den Austausch und die Vernetzung unter den Mitgliedern.

Neugründungen im Aufwind

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Kärnten sind zwar durch steigende Kosten und volatile Märkte geprägt, doch die Neugründungen zeigen eine positive Entwicklung. Im Jahr 2025 wurden in Kärnten 2.348 Unternehmen gegründet, was einem Anstieg von etwa 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders bemerkenswert ist der Frauenanteil bei diesen Neugründungen, der mit 48,2 Prozent über dem österreichweiten Durchschnitt liegt.

Das Durchschnittsalter der Gründer liegt bei 36,9 Jahren, wobei die größten Zuwächse in den Altersgruppen unter 20 und zwischen 20 und 30 Jahren zu verzeichnen sind. Die meisten Neugründungen finden in Klagenfurt-Stadt, Spittal an der Drau und Klagenfurt-Land statt. Die beliebtesten Branchen sind Gewerbe und Handwerk (38,2 %), Handel (25,6 %) sowie Information und Consulting (21,4 %). Bemerkenswert ist, dass 82 Prozent der Unternehmen nach drei Jahren noch aktiv sind, was auf eine gewisse Stabilität in der Gründungslandschaft hinweist.

Herausforderungen und Perspektiven

Trotz dieser positiven Entwicklungen stehen Gründer:innen vor Herausforderungen wie dem Zugang zu Kontakten, komplizierten rechtlichen Anforderungen sowie hohen Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern. WKK-Vizepräsidentin Astrid Legner betont die Notwendigkeit, diese Prozesse einfacher und planbarer zu gestalten. Die Neugründungen in Kärnten tragen nicht nur zur regionalen Wertschöpfung von über 257 Millionen Euro bei, sondern sichern auch direkt und indirekt rund 3.500 Arbeitsplätze.

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Ein weiterer Aspekt, der nicht unbeachtet bleiben sollte, ist die Zahl der Insolvenzen, die im Jahr 2025 auf 375 anstieg. Die häufigsten Insolvenzen betrafen den Handel, wobei gestiegene Kosten, schwache Nachfrage sowie hohe Inflation als Hauptursachen identifiziert wurden. Dies zeigt, dass die wirtschaftliche Situation weiterhin Herausforderungen birgt, die angegangen werden müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kärnten mit einem dynamischen Unternehmertum aufwartet, das von einer bemerkenswerten Anzahl an Gründerinnen geprägt ist. Die Wirtschaftskammer Kärnten spielt dabei eine zentrale Rolle, indem sie die notwendigen Rahmenbedingungen schafft, um die Selbstständigkeit und damit auch die wirtschaftliche Vielfalt in der Region zu fördern. Weitere Informationen finden Sie in den Berichten der Wirtschaftskammer Kärnten, Wirtschaftsbund Kärnten sowie MeinBezirk.at.