In der Region Spittal an der Drau wird derzeit ein bedeutendes Projekt zur regionalen Entwicklung auf den Weg gebracht. Am 24. April 2026 fand im Drauforum Oberdrauburg die Kick-Off-Veranstaltung für das Regionale Entwicklungsleitbild (RELB) statt. Dieses Leitbild hat das Ziel, die zukünftige Entwicklung der Region Spittal strategisch zu gestalten und wird in einem partizipativen Prozess erarbeitet, der bis Anfang 2027 abgeschlossen sein soll. Ab Mai 2024 werden Planungswerkstätten mit Bürgermeistern und Amtsleitern beginnen, um die Weichen für die zukünftige Entwicklung zu stellen.
Das Land Kärnten unterstützt diesen Prozess, der nicht nur auf Spittal beschränkt ist, sondern auch auf Oberkärnten und Mittelkärnten ausgeweitet wird. Bereits für die Regionen Klagenfurt-Umland, Villach-Umland, Völkermarkt und Wolfsberg wurden erfolgreich Leitbilder beschlossen. Landeshauptmann-Stv. Martin Gruber hob die Vorteile der Koralmbahn hervor, die im Dezember 2025 in Betrieb genommen werden soll und als historischer Meilenstein für Kärnten und die Steiermark gilt. Die Koralmbahn wird als ein zentraler Faktor für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft und für die Schaffung eines gut vernetzten Lebensraumes betrachtet.
Strategische Ausrichtung und Ziele
Die Grundlage für das Regionale Entwicklungsleitbild bildet eine umfassende Stärken-Schwächen-Analyse, die in Zusammenarbeit mit Joanneum Research erstellt wurde. Diese Analyse wird durch ein Beteiligungsverfahren ergänzt, das es den Bürgern ermöglicht, aktiv an der Definition von Positionierungen und Schwerpunkten mitzuwirken. Die fertigen Leitbilder fließen nicht nur in die örtlichen Entwicklungskonzepte (OEKs) der Gemeinden ein, sondern beeinflussen auch die Förderentscheidungen des Landes. Die bisherigen RELBs zielen unter anderem auf Betriebsansiedlungen, Mobilitätskonzepte sowie auf die Förderung lebendiger Orts- und Stadtzentren ab.
Ein zentraler Aspekt der geplanten Maßnahmen ist die Stärkung der ländlichen Regionen und strukturschwacher Räume. Der Fokus liegt dabei auf der Sicherung von Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, dem Ausbau von Verkehrsinfrastrukturen und der Schaffung eines flächendeckenden Angebots an Gesundheits- und Pflegediensten sowie Kinderbetreuung. Dies ist besonders wichtig, um die Lebensqualität in der Region zu erhöhen und die Abwanderung aus ländlichen Gebieten zu stoppen.
Perspektiven und Herausforderungen
Die Entwicklung kooperativer und interdisziplinärer Maßnahmen wird im Rahmen der Koralmbahnstrategie vorangetrieben. Die Schaffung von Leuchttürmen, die sich an überörtlichen Funktionen der Gemeinden orientieren, soll dazu beitragen, die Region attraktiver zu gestalten. Auch die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von Regionalentwicklung und Regionalplanung wird immer deutlicher, insbesondere in Anbetracht der Herausforderungen, die mit der Ansiedlung neuer Unternehmen und der Notwendigkeit zur Klärung von Flächen für Industrie und Gewerbe verbunden sind.
Die geplanten Regionalen Entwicklungsleitbilder sind nicht nur ein Werkzeug zur Identifikation regionaler Entwicklungspotenziale, sondern auch ein Beitrag zur Gestaltung eines attraktiven Lebens-, Wirtschafts-, Arbeits- und Bildungsraums. Die Vision ist klar: gut vernetzte Regionen mit europäischer und globaler Strahlkraft.
Insgesamt zeigt sich, dass die Region Spittal an der Drau vor einer spannenden und herausfordernden Zeit steht. Die partizipative Entwicklung des RELB könnte nicht nur die Lebensqualität in der Region verbessern, sondern auch dazu beitragen, die wirtschaftliche Basis nachhaltig zu stärken. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten wird entscheidend sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen und die Zukunft der Region aktiv zu gestalten. Weitere Informationen zu diesem Thema und den aktuellen Entwicklungen finden Sie unter diesem Link.