Die erste markante Hitzewelle des Jahres hat am Pfingstmontag in Osttirol und Kärnten die Temperaturen in schwindelerregende Höhen getrieben. Es war nicht nur heiß, sondern auch rekordverdächtig! Der Wetterdienst „Tauernwetter“ berichtete von frühsommerlichen bis hochsommerlichen Werten, die die Menschen in der Region ins Schwitzen brachten. In Lienz wurde am Montag eine Temperatur von 32,7 Grad gemessen – und damit wurde der bisherige Mai-Rekord von 2009 um 0,5 Grad übertroffen. Das ist der höchste jemals im Mai registrierte Wert seit Beginn der Messreihe 1934!

Aber nicht nur in Lienz war es brütend heiß: Auch in Gmünd, Kärnten, wurde ein neuer Mai-Höchstwert von 31,0 Grad verzeichnet, was die alte Bestmarke von 30,4 Grad aus 2009 hinter sich ließ. In Obervellach blieb es mit 31,0 Grad ganz knapp unter dem Rekord von 31,1 Grad, der am 30. Mai 2001 gemessen wurde. Weitere heiße Orte wie Dellach im Drautal, Spittal an der Drau und Ferlach meldeten ebenfalls Werte über 31 Grad. Lienz und Dellach im Drautal gehörten zu den heißesten Orten in ganz Österreich. Die Hitzewelle war also nicht zu übersehen!

Ausblick auf die kommenden Tage

Die Prognosen für Dienstag zeigen, dass die Temperaturen im Lavanttal, Raum Villach und Rosental sogar bis zu 34 Grad erreichen könnten. Da könnte der kärntenweite Mai-Rekord von 33,8 Grad aus 2005 in Reichweite sein. Die Wetterlage bleibt stabil: viel Sonne und schwacher Wind erwarten uns. Am Mittwoch jedoch könnte sich das Wetter von Norden her leicht umstellen, mit einer Zunahme von Wolken und eventuell einzelnen Schauern oder Gewittern in den Bergregionen. Trotz dieser leichten Abkühlung bleibt es insgesamt sehr warm, mit Temperaturen um oder über 30 Grad im weiteren Wochenverlauf. Die Gewitterneigung nimmt langsam zu, während großflächiger Regen eher ausbleibt.

Die Hitzewelle hat nicht nur den Mai in Österreich rekordi-verdächtig heiß gemacht, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die globalen Klimaentwicklungen. Laut einer Studie haben sich die Hitzetoten in Europa verdreifacht, und die extreme Hitze wird durch den Klimawandel verstärkt. In Ländern wie Italien wurden Arbeitszeiten im Freien eingeschränkt, während Frankreich über 1.300 Schulen schloss. Die Trockenheit in Griechenland, Spanien und der Türkei begünstigt Waldbrände. Eine alarmierende Situation!

Die gesundheitlichen Folgen solcher Hitzewellen sind alarmierend. Etwa 88% der Hitzetoten sind über 65 Jahre alt und oft mit bestehenden Gesundheitsproblemen belastet. Die Hitze kann für alle Altersgruppen lebensbedrohlich sein und die Wahrscheinlichkeit für frühere extreme Hitzeereignisse steigt. Es gibt zwar Fortschritte bei der Entwicklung von Hitzeaktionsplänen in Europa, aber die Notwendigkeit zur Reduzierung des Wärmeinsel-Effekts in Städten bleibt. Vorschläge reichen von der Erweiterung kühlender Grün- und Wasserflächen bis hin zur Einrichtung von Kühlzentren für gefährdete Personen.

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