Am 4. Juni 2023, gegen 20:20 Uhr, ereignete sich ein schwerer Unfall am Südufer des Millstätter Sees. Ein 60-jähriger deutscher Mountainbiker stürzte auf einem sogenannten Slow Trail, der als Wanderweg ausgewiesen ist. Und das ist nicht nur ein schöner Spaziergang – hier gilt ein striktes Radfahrverbot! Der Biker fiel aus bislang unbekannter Ursache etwa sechs Meter über steiles und steiniges Gelände in Richtung Ufer. Man kann sich vorstellen, wie gefährlich das ist!

Glücklicherweise kam er rund zwei Meter vor der Wasserfläche des Sees zum Liegen. Trotz seiner schweren Verletzungen war der Mann in der Lage, selbst die Rettungskräfte zu alarmieren. Die Polizei fand ihn in dem unwegsamen Gelände, was die ganze Sache nicht einfacher machte. Ein Notarzt des Rettungshubschraubers RK 1 wurde in Ermangelung eines Landeplatzes direkt vom Hubschrauber in ein Boot der Feuerwehr Millstatt abgeseilt.

Rettungsaktion in schwierigem Terrain

Die Rettung war eine echte Herausforderung. Die Bergrettung Spittal/Drau musste mit einer Motorsäge einen Weg zum Ufer freischneiden, um den Verletzten auf einer Schaufeltrage zum Boot zu bringen. Er wurde dann mit dem Boot zum Strandbad Millstatt gebracht und anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert. Im Einsatz waren nicht nur ein Alpinpolizist, sondern auch die Bergrettung Spittal/Drau mit zehn Mann, die Feuerwehren Seeboden und Millstatt mit 27 Mann und zwei Booten sowie die Rettung Spittal mit drei Sanitätern und das Team des Notarzthubschraubers RK 1.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass solche Unfälle in der Natur nicht gerade selten sind. Laut einer aktuellen Statistik der DRK-Bergwacht Württemberg wurden sie 484-mal zur Rettung aus unwegsamem Gelände alarmiert. Der Anstieg der Einsatzzahlen ist auf ein verändertes Freizeitverhalten und die zunehmenden Aktivitäten in der Natur zurückzuführen. Wanderunfälle und Mountainbike-Unfälle sind hier die häufigsten Einsätze.

Die Gefahren der Natur

Insbesondere Mountainbike-Unfälle, wie der geschehene, sind alarmierend – 50 solcher Vorfälle wurden gezählt. Und während wir denken, dass wir in der Natur einfach mal abschalten können, ist es wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein. Unfälle passieren auch bei Risikosportarten wie Klettern oder Fliegen. Insgesamt wurden 13 Tote aus unwegsamem Gelände geborgen, meist auf Anforderung der Polizei. Das zeigt, wie ernst die Situation ist.

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Die Bergrettung leistet regelmäßig ehrenamtliche und unentgeltliche Einsatzstunden, insgesamt 5.637 Stunden – das ist eine immense Zahl! Bei all diesen Einsätzen ist es wichtig, nicht nur die Schönheit der Natur zu genießen, sondern auch die Gefahren zu respektieren. Denn die Natur kann uns schnell einen Strich durch die Rechnung machen, wenn wir nicht aufpassen.