Schwerer Verkehrsunfall auf der B98 fordert mehrere Verletzte
Am späten Nachmittag des 30. Juni 2026, gegen 17:30 Uhr, kam es auf der Millstätter Bundesstraße (B98) im Bezirk Spittal an der Drau zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 56-jähriger Mann aus der Schweiz steuerte sein Auto in Richtung Döbriach, als sich die dramatische Kollision ereignete. Eine 88-jährige Frau aus dem Bezirk Spittal an der Drau, die von einer Gemeindestraße in die B98 einfuhr, konnte nicht rechtzeitig bremsen, was zu der unglücklichen Begegnung der beiden Fahrzeuge führte.
Die Folgen waren verheerend: Der Pkw der älteren Dame wurde durch die Wucht des Aufpralls in den Straßengraben geschleudert. Die Feuerwehr musste eingreifen und die verletzte Lenkerin aus ihrem Fahrzeug befreien. Ihr 61-jähriger Beifahrer hatte hingegen Glück im Unglück und konnte sich selbstständig aus dem Auto retten. Beide wurden mit unbestimmten Verletzungen ins Krankenhaus Spittal an der Drau gebracht. Im Fahrzeug des 56-Jährigen befanden sich eine 54-jährige Frau, eine 80-jährige Frau und ein vierjähriges Kind, die ebenfalls Verletzungen unbestimmten Grades erlitten und ins Landeskrankenhaus Villach eingeliefert wurden. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.
Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort. Rund 50 Helfer von Polizei, Rettungsdienst und den Freiwilligen Feuerwehren Döbriach, Ferndorf, Radenthein, Bad Kleinkirchheim und Seeboden waren im Einsatz, um die Unfallstelle abzusichern und die Verletzten zu versorgen. Insgesamt waren zehn Fahrzeuge vor Ort. Es ist ein beeindruckendes Bild, wie viele Menschen sich in solch kritischen Momenten engagieren.
Ein weiterer Unfall auf der B98
Aber nicht nur dieser Vorfall hat die Region in den letzten Monaten erschüttert. Am 14. März 2026 kam es ebenfalls auf der B98, genauer gesagt an der Ortseinfahrt Äußere Einöde, zu einem weiteren schweren Unfall. Ein Pkw kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen ein Brückengeländer. Der Lenker wurde vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren Winklern-Einöde und Treffen waren zur Stelle, um die Unfallstelle abzusichern und die Fahrbahn zu reinigen. Auch hier mussten ausgelaufene Betriebsmittel gebunden und das Brückengeländer teilweise durchtrennt werden, um das Fahrzeug zu bergen. Ein privates Abschleppunternehmen übernahm schließlich die Bergung des Autos. Solche Einsätze zeigen, wie wichtig schnelle Reaktionen und gut ausgebildete Einsatzkräfte sind.
Ein besorgniserregender Trend
Diese Vorfälle sind Teil eines besorgniserregenden Trends. Laut der aktuellen Unfallstatistik des Innenministeriums gab es in Österreich im Zeitraum vom 1. Januar bis 28. Juni 2026 bereits 156 Verkehrstote – eine vorläufige Zahl, die zeigt, dass die Straßen zunehmend gefährlicher werden. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 waren es 167. In der letzten Woche allein verloren vier Motorradfahrer, zwei Pkw-Lenker und weitere Verkehrsteilnehmer ihr Leben. Die Hauptunfallursachen sind oft nicht angepasste Geschwindigkeit und Ablenkung. Komischerweise scheinen viele Fahrer den Ernst der Situation nicht zu begreifen, wenn sie in den Straßenverkehr eintreten.
Die Verteilung der Verkehrstoten zeigt, dass es in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gefährlich ist. Auch wenn Kärnten mit 9 Toten nicht ganz vorne liegt, bleibt die Situation für alle Verkehrsteilnehmer angespannt. Es ist eine ständige Herausforderung, sicher und verantwortungsbewusst unterwegs zu sein. Mit jedem neuen Unfall wird klarer, wie wichtig das Bewusstsein für die eigene Sicherheit und die der anderen im Straßenverkehr ist. Vielleicht sollten wir alle einen Moment innehalten und darüber nachdenken – einfach mal langsamer machen, oder? Vielleicht hilft das.
Für weitere Informationen zu den Unfällen und den laufenden Einsätzen in der Region, können Sie die Berichte der [Polizei](hier) und der [Feuerwehren](hier) nachlesen.
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