Am 7. Juli 2026 erreichen uns traurige Nachrichten aus Bad Kleinkirchheim: Günter Fermitsch, ein geschätzter Feuerwehrmann und langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, ist bei einem tragischen Autounfall am Turracher See ums Leben gekommen. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in der Gemeinschaft, die er über viele Jahre hinweg mit seinem unermüdlichen Einsatz und seiner Leidenschaft für die Feuerwehr geprägt hat.

Fermitsch trat 1981 der Freiwilligen Feuerwehr Bad Kleinkirchheim bei und war in zahlreichen verantwortungsvollen Positionen tätig. Er begann als Schriftführer, übernahm 1983 das Amt des Gruppenkommandanten und war ab 1991 Zugskommandant sowie Bezirksausbilder. 1997 wurde er zum Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter gewählt und übernahm 2003 das Amt des Ortsfeuerwehrkommandanten. Zuletzt diente er als Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter. Diese Karriere spiegelt nicht nur seine Hingabe wider, sondern auch sein tiefes Verantwortungsbewusstsein für die Sicherheit seiner Mitmenschen.

Ein engagierter Feuerwehrmann

Die Auszeichnungen, die er im Laufe seiner Karriere erhielt, sind beeindruckend: Er erwarb das Kraftfahrer- und Maschinistenleistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold sowie die Bewerterspange in den gleichen Kategorien. Zudem wurde ihm das Verdienstabzeichen des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes in Silber und das Ehrenzeichen am Band des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes in Bronze verliehen. Auch das Verdienstabzeichen des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Stufe III in Bronze, sowie das Ehrenzeichen des Landes Kärnten für 25- und 40-jährige Tätigkeit im Feuerwehrwesen zieren seine Sammlung. Abschnittsfeuerwehrkommandant Christian Göckler und Kommandant Michael Sappl würdigten seine Verdienste und die Kameradschaft, die er stets pflegte.

Die Trauer um Fermitsch ist groß, nicht nur in Bad Kleinkirchheim, sondern in der gesamten Region. Seine Kollegen und Freunde verlieren nicht nur einen geschätzten Kameraden, sondern auch einen Menschen, der für viele ein Vorbild war. Der Verlust ist spürbar, und die Feuerwehrgemeinschaft steht in diesen schweren Zeiten zusammen.

Feuerwehren in Österreich im Wandel

Die Feuerwehrlandschaft in Österreich ist aktuell im Wandel. Im Jahr 2023 verzeichneten die Feuerwehren rund 34.000 zusätzliche Einsätze im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 278.495 Einsätze dokumentiert, darunter 212.141 technische Einsätze und 66.354 Brandeinsätze. Besonders auffällig sind die Unwettereinsätze, die von 27.440 in 2022 auf 57.527 in 2023 angestiegen sind. Dies zeigt, wie herausfordernd die Einsätze für die Feuerwehrleute geworden sind.

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Die österreichischen Feuerwehren haben derzeit 353.798 Mitglieder, ein Anstieg um 3.515 im Vergleich zu 2022. Leider sank die Anzahl der aktiven Mitglieder leicht auf 257.722. Dennoch bleibt der Großteil der Feuerwehrmitglieder ehrenamtlich tätig – rund 99%! Besonders erfreulich ist das Wachstum der Feuerwehrjugend, die auf 36.302 Mitglieder angewachsen ist. Feuerwehrpräsident Robert Mayer hebt die Notwendigkeit einer starken Mitgliederstruktur und innovativer Ausbildungsformate hervor, um den Herausforderungen durch zunehmende Unwetterereignisse gerecht zu werden.

Die Ereignisse rund um Günter Fermitsch und die steigenden Einsatzzahlen verdeutlichen, wie wichtig die Rolle der Feuerwehr in unserer Gesellschaft ist. Ihr Engagement, ihre Opferbereitschaft und die Gemeinschaft, die sie bilden, sind unverzichtbar. Die Erinnerung an Fermitsch wird weiterleben – in den Herzen seiner Kameraden und in der Gemeinschaft, die er so sehr liebte.

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