Inmitten der atemberaubenden Landschaften Österreichs gibt es einen neuen Radweg, der darauf wartet, entdeckt zu werden. Der Meridiem Trail beginnt in Wien und zieht sich auf einer Länge von 618 Kilometern durch zwölf Regionen in Österreich, Ungarn und Slowenien. Dieser neu gestaltete Radweg führt über die Donauinsel bis nach Hainburg und bietet Radfahrern die Gelegenheit, weniger bekannte, jedoch wunderschöne Ecken abseits der großen touristischen Ströme zu erkunden. Seit 2023 ist der Trail vollständig beschriftet und kann bequem über die App „Ride with GPS“ heruntergeladen werden. Laut einem KURIER-Test wurde die Teilstrecke von Feldbach in der Steiermark bis nach Lavamünd und St. Paul genau unter die Lupe genommen.

Wer mit dem Zug anreisen möchte, sollte etwas Planung einfließen lassen, denn die Railjets bieten nur fünf Plätze für Radfahrer. Der Einstieg in den Zug ist hoch und eng – das kann für E-Bikes eine echte Herausforderung darstellen. Die schnellere Alternative wäre die Schnellbahn nach Feldbach, die ausreichend Platz für Fahrräder bietet. Einmal auf dem Trail angekommen, wird man mit einer ausgezeichneten Beschilderung und einem hilfreichen Navi belohnt, das bei der Routenführung unterstützt.

Genuss und Kultur entlang des Trails

Die Etappe führt über Gleisdorf nach Graz, wobei das meiste der Strecke autofrei ist. Graz, bekannt als die „Hauptstadt der Bauern“, hat über 350 landwirtschaftliche Betriebe, die die Region bereichern. Eine besondere Empfehlung ist „Vom Hügel“ in Studenzen, wo regionale Produkte und Gerichte angeboten werden. Was für ein Genuss!

Die Route erstreckt sich durch ruhige Landschaften zwischen Feldkirchen und Werndorf. Besonders Eibiswald, eine Radsportgemeinde mit über 100 ausgeschilderten Touren, bringt den Radtourismus zurück in die Region. Neue Übernachtungsmöglichkeiten werden geschaffen, um den Radfahrern ein angenehmes Erlebnis zu bieten. Und für die Abenteuerlustigen gibt es die Möglichkeit, über den Radlpass nach Slowenien zu fahren, wo man Hopfenfelder und Brauereien besuchen kann. In Dravograd erwartet die Radler eine Gedenkstätte, die an ein ehemaliges Gestapo-Gefängnis erinnert.

Vielfalt der Radwege in Österreich

Der Meridiem Trail ist nur eine von vielen Möglichkeiten, Österreichs atemberaubende Landschaft auf zwei Rädern zu erkunden. Im Burgenland beispielsweise führt eine Fahrradstrecke am Neusiedlersee bis zur ungarischen Seite des Naturparks. Hier kann man an Bädern Halt machen oder in gemütlichen Buschenschenken rasten – perfekt für eine kleine Erholungspause!

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Wien bietet ein dicht ausgebautes Netz an Fahrradwegen, darunter der Ring-Rund Radweg, der die bekannte Ringstraße umrundet, und der Wiental Radweg, der durch die Stadt zum Lainzer Tiergarten führt. In Niederösterreich erstreckt sich der Radweg von Passau bis Wien entlang der Donau – die sanften Hügel machen das Radeln hier zu einem Genuss. Und auch in der Steiermark gibt es viele Radtouren, wie den Murradweg, der nach Graz führt, oder den Thermenradweg, der durch malerische Weinberge und Felder verläuft.

Für Radler, die die Natur lieben, bietet das Salzkammergut mit seinen vielen Seen und Radwegen eine ideale Kulisse. Besonders der Mondsee Radweg ist für Familien geeignet und lädt zu kurzen Umrundungen ein. Kärnten hat mit dem Faaker See und dem Ossiacher See ebenfalls jede Menge Radvergnügen zu bieten. Die Möglichkeiten sind schier endlos, und für jeden Geschmack ist etwas dabei!

So zieht der Meridiem Trail nicht nur Radfahrer an, sondern belebt auch die Regionen, durch die er führt, und schafft neue Perspektiven für den Radtourismus in Österreich. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend weiterentwickeln wird, aber eines ist sicher: Die Radfahrer werden auch in Zukunft auf den Geschmack kommen, die Schönheit der Natur und die Kultur der Region zu erleben.

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