Ermittlungen wegen Untreue im Camping Bad Ossiacher-See: Verdacht auf 1,3 Millionen Euro Schäden
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat in der letzten Zeit für Aufregung gesorgt. Im Camping – Bad Ossiacher-See in Annenheim, das zur Gemeinde Treffen gehört, laufen derzeit Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue zum Nachteil der Stadt Villach. Diese Causa wurde durch eine anonyme Anzeige auf der Hinweisgeberplattform der WKStA ins Rollen gebracht, und die WKStA hat die Sache schließlich an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt weitergeleitet. In dieser Anzeige wird auf einen Bericht des Stadtrechnungshofes Villach verwiesen, der möglicherweise einige unangenehme Wahrheiten ans Licht bringen könnte.
Die mutmaßliche Schadenssumme beläuft sich auf etwa 1,3 Millionen Euro. Interessanterweise hat die Stadt Villach auf eine Stellungnahme bislang verzichtet. Die Ermittlungen richten sich gegen unbekannte Täter, was die Situation noch mysteriöser macht. Die Camping – Bad Ossiacher-See (CBO) Gesellschaft, die im Besitz der Stadt Villach und der Gemeinde Treffen ist, scheint hier im Mittelpunkt zu stehen. In den Jahren 2024 und 2025 wurde das 5,5 Hektar große Areal modernisiert und umgebaut, doch es kam zu erheblichen Kostenüberschreitungen. Ursprünglich waren rund 5,5 Millionen Euro eingeplant, aber die Stadt Villach musste insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro an die CBO zur Zwischenfinanzierung überweisen.
Die Rolle des Stadtrechnungshofes
Bei der Überprüfung der CBO stellte der Stadtrechnungshof (StRH fest, dass die Zusammenarbeit der Verantwortlichen mit den Prüfern mangelhaft war. Es gab Verstöße gegen die Auskunftspflicht nach dem Villacher Stadtrecht, und die Prüfarbeit wurde durch nicht übermittelte Prüfungsunterlagen erheblich behindert. Wesentliche Unterlagen, die zur Prüfung der Abläufe und der Baukostenüberschreitungen notwendig gewesen wären, fehlten dem StRH. Die Verwendung der bereits überwiesenen 1,3 Millionen Euro durch die CBO steht nun im Fokus der Ermittlungen, und es gilt die Unschuldsvermutung.
Informationen zur Staatsanwaltschaft Klagenfurt
Wer sich näher für den Stand der Dinge interessiert oder Informationen zu den Ermittlungen einholen möchte, kann sich direkt an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wenden. Diese hat von Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr geöffnet, der Parteienverkehr findet von 8.00 bis 12.00 Uhr statt. Der Zutritt zum Justizgebäude erfolgt über die Josef Wolfgang Dobernigstraße, wo auch Sicherheitskontrollen stattfinden, die manchmal zu Wartezeiten führen können. Für Fragen ist die Behörde telefonisch unter +43 463 57550 erreichbar. Aber vorsicht: E-Mails werden aus Sicherheitsgründen in konkreten Verfahren nicht entgegengenommen.
Öffentliche Verkehrsmittel sind in der Umgebung ebenfalls gut angebunden, mit Haltestellen in unmittelbarer Nähe. Wer mit dem Auto kommt, findet gebührenpflichtige Kurzparkzonen sowie Hoch- und Tiefgaragen in der Umgebung. Barrierefreiheit ist ebenfalls gegeben, was für viele Bürger wichtig ist.
Die Situation rund um die Camping – Bad Ossiacher-See und die damit verbundenen Ermittlungen wirft viele Fragen auf und könnte weitreichende Folgen für die Verantwortlichen haben. Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein, um zu klären, was genau hinter den Kulissen geschehen ist und wie es mit der Stadt Villach und der CBO weitergeht.
Für weitere Informationen und um auf dem neuesten Stand zu bleiben, können interessierte Bürger die Entwicklungen auf den Webseiten der betreffenden Institutionen verfolgen oder direkt bei der Staatsanwaltschaft nachfragen.
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