Hoffnung und Neuanfang: Alaaeddin Alhalabi eröffnet Barbershop in Villach
Heute ist der 2.07.2026 und in Villach gibt es Neuigkeiten, die sowohl Mut als auch Hoffnung verbreiten. Alaaeddin Alhalabi, ein 42-jähriger Mann, der in der letzten Zeit als „Held von Villach“ gefeiert wird, hat den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Seine Eröffnung eines Barbershops in der Völkendorfer Straße 8 ist nicht nur ein beruflicher Neuanfang, sondern auch die Erfüllung eines langjährigen Traums.
Die letzten Wochen waren für Alhalabi nicht nur stressig, sondern auch aufregend. Von intensiven Vorbereitungen bis hin zu Behördengängen – alles musste perfekt geplant werden. „Ich freue mich darauf, die ersten Kunden in meinem Barbershop begrüßen zu dürfen“, sagt er mit einem strahlenden Lächeln. Alhalabi hat bereits im Alter von 14 Jahren mit dem Friseurhandwerk begonnen und in mehreren Ländern wertvolle Erfahrungen gesammelt. Jetzt möchte er einen Ort schaffen, an dem sich Menschen wohlfühlen und professionell betreut werden.
Ein mutiger Eingriff
Doch bevor Alhalabi seinen Barbershop eröffnete, musste er eine schreckliche Erfahrung durchleben. Am 15. Februar 2025 ereignete sich ein tragischer Messerangriff in Villach, bei dem ein 14-jähriger Junge getötet und fünf weitere Menschen verletzt wurden. Der Täter, ein 23-jähriger Mann aus Syrien, führte wahllose Attacken in der Fußgängerzone der Stadt durch. Dieser Vorfall wird als islamistischer Terrorakt eingestuft, inspiriert von extremistischer Ideologie.
Inmitten dieses Chaos intervenierte Alhalabi. Während er für einen Lieferdienst unterwegs war, erfasste er den Täter mit seinem Auto, als dieser gerade Passanten angriff. „Ich wollte ursprünglich aussteigen, um den Angreifer festzuhalten, aber die Menschen haben mich davon abgehalten“, erzählt er. Sein mutiger Eingriff stoppte die Attacke und sorgte dafür, dass der Täter von der Polizei festgenommen werden konnte, die sieben Minuten nach dem ersten Notruf eintraf.
Die Folgen des Angriffs
Der Täter, Ahmad G., wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass er psychisch kompetent war und im Vorfeld radikalisiert wurde. In seiner Wohnung fand man eine selbstgemachte IS-Flagge und ein Video, das seine Loyalität zu ISIS bestätigte. Diese schockierenden Details werfen ein düsteres Licht auf die Geschehnisse an diesem Tag und die Gesellschaft, in der wir leben.
Für Alhalabi war die Situation jedoch nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Zeit des Wandels. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für seinen mutigen Einsatz, darunter den Ferdinand Berger Preis und den Fahndung Österreich Preis. Doch die Ereignisse hatten auch ihre Schattenseiten. Seine Familie musste nach dem Angriff aufgrund von Bedrohungen durch radikale Islamisten unter Polizeischutz gestellt werden.
Jetzt, mit seinem neuen Barbershop, hofft Alhalabi, einen positiven Beitrag zu seiner Gemeinschaft leisten zu können. „Ich möchte, dass mein Laden ein Ort des Friedens und der Begegnung ist“, sagt er mit Nachdruck. In einer Stadt, die von einem so tragischen Vorfall geprägt wurde, ist es wichtig, dass es auch Raum für Hoffnung und Neuanfänge gibt.
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