In Kärnten, genauer gesagt am Dobratsch, gibt es Neuigkeiten aus der Welt der Rundfunkübertragung. Die Betriebsseilbahn zur Sendeanlage wurde modernisiert, um den Zugang für Wartungsarbeiten und Materialtransporte zu sichern. Die Sanierungsarbeiten, die Ende September des vergangenen Jahres begonnen haben, sind nun abgeschlossen. Die Seilbahn, die 1969 erbaut wurde und bis zu sechs Personen befördern kann, wurde mit neuen Seilscheiben, Laufwerken, einem elektrischen Antriebssystem sowie Notantrieben und elektrotechnischen Komponenten ausgestattet. Zudem wurde ein modernes Kommunikationssystem für Videoübertragungen zur Bergstation integriert. Diese Verbesserungen sind von großer Bedeutung für die Sendeanlage Dobratsch, die auf 2115 Metern Seehöhe und mit einem 167 Meter hohen Sendemast die größte ihrer Art in Kärnten und eine der größten in ganz Österreich ist.
Die Dobratsch-Anlage versorgt rund 540.000 Teilnehmer:innen in Kärnten sowie Teile der Steiermark, das Kanaltal in Italien und Gorenjska in Slowenien mit Radio- und Fernsehsignalen. Zu den empfangbaren UKW-Radioprogrammen zählen unter anderem Ö1, Radio Kärnten, Ö3, FM4, Antenne Kärnten und Radio Agora. Auch digitales Antennen-Fernsehen via simpli sowie digitales Radio DAB+ werden von der Anlage verbreitet. Ihre Bedeutung wird zudem durch die Nutzung als Standort für Mobil- und Behördenfunk (BOS) unterstrichen. Die Modernisierung der Seilbahn hat somit nicht nur die Effizienz der Wartungsarbeiten erhöht, sondern auch die gesamte Rundfunkinfrastruktur in der Region gestärkt.
Technische Details der Sendeanlage
Die Sendeanlage Dobratsch, die sich in der Nähe von Bad Bleiberg befindet, nutzt einen Hybridturm, der sowohl für Rundfunk- als auch für Fernsehsender dient. Der Bau des Turms wurde 1971 abgeschlossen, und seine Konstruktion besteht aus Beton, Stahl und Stahlbeton. Der Sendeturm ist nicht öffentlich zugänglich, was den Zugang zur Sendeanlage nur über die private Seilbahn ermöglicht. Die Anlage hat sich seit ihrer Eröffnung kontinuierlich weiterentwickelt und bietet heute eine Vielzahl von Übertragungsarten an, darunter UKW, DAB+, DVB-T2 und Richtfunk. Seit der Umstellung auf DAB+ am 25. August 2020 wird auch digitales Radio in der Region bereitgestellt.
Die Fernsehsignale werden über verschiedene MUX-Transponder ausgestrahlt, die eine breite Palette an Programmen abdecken. So stehen den Zuschauern unter anderem ORF 1 HD, ATV HD, und viele weitere Programme zur Verfügung. Die Dobratsch-Anlage bezieht ihre Bedeutung nicht nur aus der technischen Ausstattung, sondern auch aus der Rolle, die sie für die gesamte Region spielt, indem sie eine verlässliche Kommunikationsinfrastruktur bietet.
Ein wichtiger Knotenpunkt für die Region
Die Dobratsch-Anlage ist mehr als nur eine technische Einrichtung; sie ist ein zentraler Knotenpunkt für die Medienversorgung in Kärnten und darüber hinaus. Durch die herausragende geografische Lage und die modernisierte Infrastruktur wird sichergestellt, dass die Region auch in Zukunft mit qualitativ hochwertigen Radio- und Fernsehsignalen versorgt wird. Die Modernisierung der Seilbahn ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass diese Leistungen aufrechterhalten werden können.
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