Selber singen is mei Freid: Singabend im Paracelsus-Saal Villach
Es gibt nichts Schöneres, als die eigene Stimme zu erheben und gemeinsam zu singen! Am Mittwochabend lädt Arno Kohlweg im Paracelsus-Saal in Villach zu einem ganz besonderen Singabend ein, der unter dem Motto „Selber singen is mei Freid“ steht. Von 18.30 bis 19.30 Uhr haben alle die Gelegenheit, in die Welt der Kärntner Lieder und Volkslieder einzutauchen. Egal, ob mit oder ohne musikalische Erfahrung – hier kann jeder mitmachen!
Insgesamt werden zehn bis zwölf Lieder einstudiert und gemeinsam gesungen. Jeder Teilnehmer erhält ein gebundenes Liederheft mit Noten und Texten, damit auch wirklich jeder mitsingen kann. Das Ziel? Ein großer Kirchtagschor entsteht, der die Freude an der Musik in den Mittelpunkt stellt. Und keine Sorge, auch ohne Chorerfahrung ist man hier herzlich willkommen. Ein weiteres Highlight? Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser zählt zu den treuesten Teilnehmerinnen und bringt damit ein bisschen politische Prominenz in den Saal. Der Paracelsus-Saal ist jedes Jahr ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Singens, wo Menschen aller Altersgruppen zusammenkommen – viele in Tracht, versteht sich.
Kultur und Tradition im Herzen Kärntens
Doch nicht nur der Singabend ist ein Ausdruck der reichen Kultur Kärntens. Die Kleinkirchheimer Bauernmusik, ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Bad Kleinkirchheim, spielt unverfälschte Kärntner Volksmusik, die seit Jahrhunderten mündlich überliefert wird. In den 1960er- und frühen 70er-Jahren war die Gruppe sogar über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt, und seit 1996 bringt Willi Wiederschwinger frischen Wind in die Formation. Aktuell spielen unter anderem Klarinetten und die steirische Harmonika eine zentrale Rolle, wobei die Musikstücke meist nur im Gedächtnis der Musikanten vorhanden sind. Klangvoll, bodenständig und kräftig – so beschreibt man die Spielweise der Kleinkirchheimer Bauernmusik.
Diese Art von Volksmusik ist nicht nur ein Genuss, sie ist auch ein Garant für echte Kärntner Musiktradition bei festlichen Anlässen, Almfesten und gemütlichen Abenden. Wenn man darüber nachdenkt, wie sich die Besetzung und der Spielstil im Laufe der Zeit verändert haben, wird schnell klar, dass die Volksmusik in Kärnten lebendig bleibt und sich ständig weiterentwickelt. Besonders spannend: Die kulturelle Verbindung zu Slowenien, die sich in der Musik zeigt, ist von großer Bedeutung. Diese Einflüsse bereichern die Musiklandschaft und zeigen, dass Volksmusik ein dynamisches Element der Kultur ist.
Volksmusik und Gemeinschaft
Volksmusik ist mehr als nur eine Musikgattung; sie ist ein Teil des Lebens in ländlichen Regionen. Traditionell wurden Kirchtage, Hochzeiten und Gartenfeste gefeiert, bei denen die besten Musikanten gefragt waren. Kärnten wird oft als „Land der Sänger“ bezeichnet, auch wenn die Volksmusik als weniger ausgeprägt gilt – das ist ein bisschen schade, wenn man bedenkt, wie viel Freude und Gemeinschaft in ihr steckt. Besonders die Schulung junger Volksmusikanten durch Konservatorien und Musikschulen hat zu einer facettenreichen Volksmusiklandschaft beigetragen, die auch in Zukunft lebendig bleibt.
Das Singen und Musizieren ist ein wertvolles Gut, das die Menschen zusammenbringt und Freude verbreitet. Am Mittwoch wird sich das im Paracelsus-Saal einmal mehr zeigen. Wer kann da schon widerstehen? Mehr Informationen findet ihr übrigens in diesem Artikel. Die Einladung steht – also nichts wie hin und mitsingen!
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