Der Villacher Advent wird 2023 ohne die bekannten Holzhütten am Hauptplatz stattfinden. Das Stadtmarketing Villach hat sich entschieden, die Hütten, die seit 2016 Teil des Weihnachtsmarktes sind, auf der Online-Plattform Willhaben zum Verkauf anzubieten. Die Hütten haben Grundflächen zwischen 29 und 55 Quadratmetern und sind sofort einsatzbereit. Die Preisrange liegt zwischen 23.000 und 35.000 Euro, abhängig von der Ausführung. Wie Klaus Krall, der Veranstaltungsmanager des Stadtmarketings, erklärt, sind die Gründe für den Verkauf vielfältig: Bauordnung, behördliche Auflagen und der hohe Aufwand bei den Auf- und Abbauarbeiten. Zudem können die Hütten von Cotidiano und Le Bar unter den gegebenen Umständen nicht mehr aufgebaut werden.
Über die Jahre haben die Holzhütten, die ursprünglich für 250.000 Euro angeschafft wurden, um alte Gastronomiezelte abzulösen, das Bild des Advents in Villach geprägt. Doch nun ist ein Umbruch in der Organisation des Weihnachtsmarktes in vollem Gange. Man möchte den logistischen Anforderungen des Events gerecht werden und plant daher neue, modernere Hüttenprojekte. Gastronomen wurde bereits die Möglichkeit geboten, Teile des Gastgartens zu nutzen oder die Hütten selbst zu kaufen und eigenverantwortlich aufzustellen. Allerdings zeigte nur Marcus Frohwieser Interesse daran.
Ein Schritt in die Zukunft?
Die Diskussion über den Verkauf der Hütten ist nicht unproblematisch. Stadtrat Erwin Baumann von der FPÖ äußert Kritik und warnt vor einem Qualitätsrückschritt. Er sieht den Erhalt des traditionellen Erscheinungsbildes als essenziell an. Klaus Krall hingegen sieht die Notwendigkeit für Veränderungen, um die Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern. Die Hütten entsprachen nicht mehr den logistischen Anforderungen des Events, und die Stadt möchte sich an moderne Lösungen anpassen.
In dieser Übergangsphase bleibt abzuwarten, welche neuen Konzepte das Stadtmarketing Villach entwickeln wird. Man befindet sich aktuell in der Planungsphase und hat bereits einige Ideen skizziert, um die Adventszeit in der Stadt weiterhin attraktiv zu gestalten. Der Villacher Advent, der über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit geworden ist, muss sich also neu erfinden.
Dieses Vorhaben gibt Anlass zur Hoffnung, dass Villach auch in Zukunft ein Ort des Zusammenkommens und der festlichen Stimmung bleibt. Die Herausforderungen sind groß, doch mit kreativen Ansätzen und einem offenen Ohr für die Wünsche der Bürger und Gastronomen könnte der Advent in Villach durchaus eine Renaissance erleben.
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