Am 23. Juni 2026 war es endlich soweit: Der Olympic Day fand im Rudersportzentrum Völkermarkt statt und das unter dem Motto „Schule ans Boot“. Über 100 Länder und rund fünf Millionen Menschen weltweit nahmen an dieser besonderen Feier der olympischen Werte – Excellence, Respect und Friendship – teil. Die Veranstaltungen wurden von dem Olympiazentrum Kärnten organisiert, unterstützt von den Ruderstars Magdalena und Katharina Lobnig, die sich als wahre Botschafterinnen des Sports entpuppten.

Besonders die Jugendlichen des Stiftsgymnasiums der Benediktiner in St. Paul waren mit viel Enthusiasmus dabei. Ein sportlicher Workshop mit Stationsbetrieb ermöglichte es den Teilnehmern, ihre sportlichen Fähigkeiten zu testen. Die „Olympic Day Challenge“ sorgte zusätzlich für Spannung, denn hier gab es auch Sachpreise zu gewinnen. Ein absolutes Highlight war das Meet & Greet mit den beiden Weltmeisterinnen im Rudern, Magdalena und Katharina Lobnig. Magdalena, die 2021 in Tokio die Bronze-Medaille errang, ließ sich von den jungen Sportlern umringt und bewundert. Arno Arthofer, der Leiter des Olympiazentrums Kärnten, betonte, wie wichtig solche Veranstaltungen sind: „Olympic Day fördert Sport, fairen Wettkampf und friedliches Miteinander.“

Die Lobnigs: Stolze Vertreter des Kärntner Rudersports

Die Lobnig-Schwestern sind nicht nur im Rudersport bekannt, sondern auch in ihrer Heimat sehr geschätzt. Magdalena, geboren am 19. Juli 1990 in St. Veit an der Glan und mittlerweile wohnhaft in Völkermarkt, bringt eine beeindruckende sportliche Karriere mit. Mit einer Größe von 180 cm und einem Gewicht von 72 kg hat sie sich in verschiedenen Bootsklassen einen Namen gemacht, darunter W1X (Frauen-Einer) und CW2x (Küsten-Doppelzweier). Ihre Erfolge sprechen für sich: Sie wurde mehrfach zur Kärntner Sportlerin des Jahres ausgezeichnet und erhielt das Ehrenzeichen in Gold mit Kristallen der Stadt Völkermarkt.

Als Heeressportlerin und Zugsführerin beim Heeressportleistungszentrum 07 in Faak am See bringt sie nicht nur sportliches Talent, sondern auch Leadership-Qualitäten mit. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Trainerin in Athletik, Fitness und Koordination, was ihre Leidenschaft für den Sport und die Jugendförderung unterstreicht. Ihre Rekorde sind bemerkenswert: So hält sie den österreichischen Rekord über 2000 Meter am Ergometer und hat die Weltcup-Bestzeit im Frauen-Einer aufgestellt. Komischerweise denkt man bei all diesen Erfolgen gar nicht daran, dass es erst 1976 Frauenwettbewerbe bei den Olympischen Spielen gab – früher galt Rudern für Frauen als unschicklich!

Rudern: Ein Sport mit Tradition und Zukunft

Rudern hat eine lange Geschichte bei den Olympischen Spielen. Seit 1900 wird dieser Sport ausgetragen, wobei die ersten Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen 1896 aufgrund von starkem Wind ausfielen. Bis 1972 gab es ausschließlich Männerwettbewerbe. Die Einführung von Frauenwettbewerben war ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung. Seit 2020 gibt es eine Geschlechterparität in den Bootsklassen, was den Sport noch spannender macht. Die Regatta-Distanz beträgt traditionell 2000 Meter, ein Maß, das seit 1912 gilt, mit einer Ausnahme im Jahr 1948.

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Insgesamt sind Ruderwettkämpfe ein faszinierendes Zusammenspiel aus Technik und Teamgeist. Olympische Ruderer, wie die Lobnig-Schwestern, zeigen, was mit harter Arbeit und Leidenschaft möglich ist. Während die Welt sich auf die nächsten Olympischen Spiele vorbereitet, bleibt der Olympic Day ein schönes Beispiel dafür, wie Sport Menschen zusammenbringt und inspiriert. Und in Völkermarkt wird die Tradition des Rudersports mit Stolz und Hingabe weitergeführt.

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