Feuerwehrmann und Kollege bei Löscharbeiten in Wolfsberg von Stromschlag getroffen
In Wolfsberg, einer Stadt, die oft von den schönen Landschaften des Lavanttals geprägt ist, gab es am Samstagmittag einen schockierenden Vorfall. Thomas Joven, ein Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr St. Michael, und sein 16-jähriger Kamerad sind während ihrer Löscharbeiten in einen gefährlichen Stromschlag geraten. Der Grund dafür? Ein Baum, der aufgrund von Starkregen und Sturmböen auf einen Trägermast fiel und damit eine Stromleitung riss. Der Vorfall war nicht nur dramatisch, sondern auch gefährlich, denn durch den Stromausfall wurden etwa 200 Quadratmeter Grünfläche in Brand gesetzt.
Die Freiwilligen Feuerwehren St. Margarethen und St. Michael waren schnell zur Stelle, um das Feuer einzudämmen. Während des Einsatzes schlug dann ein Blitz in ein Stromkabel ein. Joven berichtete eindrucksvoll von dem Moment, als er den Funken sah und den Stromschlag spürte. „Ich hab gespürt, wie der Strom bis in meine Brust gefahren ist“, schilderte er die erschreckende Erfahrung. Sein Kollege, der gerade einen Schlauch hielt, wurde ebenfalls von dem Stromschlag erfasst. Ein Schreckensmoment, der für beide Feuerwehrleute nicht ohne Folgen blieb.
Medizinische Abklärung und schnelle Hilfe
Kommandant Thomas Schauer zeigte sich besorgt und beschloss, den Vorfall medizinisch abklären zu lassen. Eine Polizeistreife war vor Ort und brachte die beiden Feuerwehrleute ins LKH Wolfsberg. Glücklicherweise konnten beide nach einer medizinischen Untersuchung am Sonntag früh das Krankenhaus wieder verlassen. Ein kleines Glück in einem ansonsten dramatischen Tag, der uns daran erinnert, wie gefährlich die Einsätze der Feuerwehr sein können.
Ein Blick auf die Statistiken
Solche Vorfälle sind nicht nur in Österreich von Bedeutung. Wenn wir uns die Situation in Deutschland anschauen, stellen wir fest, dass die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) regelmäßig Statistiken zu Stromunfällen veröffentlicht. Laut diesen Daten ist die Zahl der Stromunfalltoten in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zwar gesunken, doch gab es 2023 einen Anstieg auf 40 Tote, nach 23 im Jahr 2022. Über 89 % der Stromunfälle ereigneten sich im Niederspannungsbereich, was uns zeigt, dass gerade hier Vorsicht geboten ist.
Die Mehrheit der Betroffenen sind qualifizierte Elektrofachkräfte, aber auch elektrotechnisch unterwiesene Personen und Laien sind betroffen. Es wird deutlich, dass viele der Unfälle auf Verstöße gegen grundlegende Sicherheitsregeln zurückzuführen sind. Tatsächlich resultieren über 82 % der Stromunfälle aus Nichteinhaltungen der ersten beiden Sicherheitsregeln. Das ist alarmierend und ein klarer Hinweis auf die Notwendigkeit, Sicherheitsvorkehrungen ernst zu nehmen.
In Anbetracht dieser Statistiken und des Vorfalls in Wolfsberg wird einmal mehr klar, wie wichtig die Arbeit von Feuerwehrleuten ist – und wie gefährlich sie sein kann. Die Einsätze sind oft von unvorhersehbaren Risiken geprägt, und es ist unerlässlich, dass alle Beteiligten bestmöglich geschützt werden. Ein großes Dankeschön an die Einsatzkräfte, die in solchen Momenten ihr Leben riskieren, um anderen zu helfen.
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