In den letzten Jahren hat die Photovoltaik (PV) in Österreich an Bedeutung gewonnen, und das nicht ohne Grund. Die Investitionskosten für private PV-Projekte können durch niedrigere Stromrechnungen amortisiert werden. Optimierung des Eigenverbrauchs ist dabei entscheidend für die Rentabilität. Große Stromverbraucher wie Wärmepumpen, Haushaltsgeräte, Zusatzheizungen und Klimageräte begünstigen die Investition, was besonders für Haushalte in Wolfsberg von Bedeutung ist.

Werner Unterweger, Geschäftsführer von Enerix, berichtet von steigenden Preisen für Module, Batterien und Komponenten, aber betont, dass die wirtschaftliche Rentabilität weiterhin gegeben ist. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts zeigt, dass oft zu große Batterien gekauft werden. So amortisiert sich beispielsweise eine 5-kWh-Batterie in einem Haushalt mit typischen Geräten und Wärmepumpe nach etwa 8 Jahren. Im Gegensatz dazu benötigt eine empfohlene 10-kWh-Batterie elf Jahre zur Amortisation und wird selten voll aufgeladen.

Optimale Batteriewahl und Entscheidungsgrundlagen

Projektleiter Marco Hudelist kritisiert das Fehlen frei verfügbarer Rechner für die optimale Auswahl von Batteriespeichern. Entscheidungsgrundlagen für die Auswahl eines Batteriespeichers sind die Effizienz der PV-Anlage und der Batterie, der Preis der Batterie pro kWh, die Installationskosten, der Strompreis für zusätzlich bezogene Energie, die Einspeisevergütung sowie das Lastprofil, wobei ein Smart-Meter erforderlich ist.

Richard Martin Grillitsch aus Wolfsberg hat positive Erfahrungen mit seiner 2021 installierten PV-Anlage gemacht. Für ihn war die Förderung nicht entscheidend; vielmehr lag der Fokus auf der Stromunabhängigkeit. Auch wenn die Förderbeträge sinken, plant die Familie Grillitsch, erneut in PV zu investieren. Hohe Stromverbraucher im Haushalt, wie Wärmepumpe, Pool und Sauna, tragen zur Rentabilität des Projekts bei, das sich vor Ende der erwarteten Lebensdauer der Komponenten amortisieren wird.

Recycling und Lebensdauer von Photovoltaikmodulen

Die Lebensdauer von Photovoltaikmodulen beträgt in der Regel 25 bis 30 Jahre. Module, die seit dem Inkrafttreten des ersten EEG im Jahr 2000 installiert wurden, sind meist noch im Einsatz. Heutige Photovoltaikmodule werden häufig mit 30 Jahren Leistungsgarantie verkauft. Nach dem Ende ihrer Lebensdauer fallen auch diese Module unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), was ihre umweltgerechte Entsorgung sicherstellt.

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Die Behandlung von Photovoltaikmodulen unterscheidet zwischen kristallinen siliziumbasierten (c-Si) Modulen, die mehr als 95 % Marktanteil besitzen, und Dünnschichtmodulen. Kristalline Module werden in einem trockenmechanischen Verfahren aufbereitet, bei dem Fraktionen wie Glas, Aluminium und Kunststoff recycelt werden. Aktuell liegt die Quote für die Vorbereitung zur Wiederverwendung und das Recycling von alten Photovoltaikmodulen in Deutschland bei beeindruckenden 92,4 %. Diese hohe Quote resultiert aus der Zusammensetzung der Module, die überwiegend aus gut verwertbaren Rohstoffen bestehen.

Die Nachfrage nach PV-Anlagen bleibt trotz Preissteigerungen bei Modulen und Batterien aus China ungebrochen. Dies zeigt, dass die Vorteile der Stromunabhängigkeit und die langfristige Rentabilität weiterhin für viele Haushalte in Österreich entscheidend sind. Weitere Informationen und Details zu diesem Thema finden Sie in der Kleine Zeitung sowie beim Umweltbundesamt.