Am 25.10.2026 zeigt das Fernsehen die Krimiserie „SOKO Kitzbühel – Mord à la carte“ von 12:45 bis 13:30 Uhr. Die österreichische Produktion aus dem Jahr 2003 entstand als Koproduktion von ORF und ZDF – mit einem Fall, bei dem zwischen Gourmetküche, Verlagshaus und Weinkeller bald niemand mehr entspannt bleibt.

Im Park der Villa von Michael und Bernadette Winkelbauer wird die neue Ausgabe des Gourmetführers „Grenzenloses Kochvergnügen“ vorgestellt. Bernadette ist eine gefürchtete Gourmetkritikerin. Ihr Ehemann Michael war früher Koch und leitet inzwischen den Verlag, der den Führer herausgibt.

Unter den Gästen sind Hannes, die Gräfin Schönberg sowie die Spitzenköche Heinz Worasch und Daniel Vaia. Beide Köche wurden von Bernadette zuletzt sehr unterschiedlich bewertet. Zwischen der Kritikerin und den beiden kommt es zum Streit. Kurz darauf liegt Bernadette Winkelbauer erschlagen im Weinkeller. Die Tatwaffe bleibt verschwunden. Während Karin und Andreas ermitteln, wird der Kreis der Verdächtigen immer größer.

Ein Kriminalfall mit viel Küchengeruch

Das Drehbuch stammt von Martin Ambrosch, Regie führte Stefan Klisch. Zur Besetzung gehören Kristina Sprenger, Heinz Marecek, Andrea L’Arronge, Ferry Oellinger, Hans Sigl, Eva Maria Marold, Anja Stöhr und Hans Peter Hallwachs.

Die Geschichte passt zum Grundton der Serie: In Kitzbühel und Umgebung bearbeiten die Ermittler meist ungewöhnliche und komplizierte Mordfälle. Häufig führt die Spur in Kreise der gehobenen Gesellschaft – naheliegend bei einer Stadt, die als Urlaubsziel prominenter Persönlichkeiten gilt. Zwischen festlich gedeckten Tischen, gekränkter Eitelkeit und dem Geruch eines Weinkellers kann ein Streit da schnell kippen.

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Unterstützt werden die Zivilbeamten von den uniformierten Kollegen der Kitzbüheler Polizei, besonders von Chefinspektor Alois Kroisleitner, der von Folge 1 bis Folge 263 mitwirkte. Auch Gräfin von Schönberg und Hannes Kofler helfen immer wieder mit. Die beiden sind eng befreundet; die Gräfin ist Stammgast in Koflers Lokal, den Pochlarner Stuben.

Hannes Kofler ist ein vielfach ausgezeichneter Koch und betreibt einen Catering-Service für die gehobene Gesellschaft Kitzbühels. Er ist außerdem der Vater von Karin Kofler, die der SOKO jahrelang angehörte und sich später aus privaten Gründen beurlauben ließ. Kofler und die Gräfin führen regelmäßig eigene Ermittlungen – oft mit Methoden am Rand der Legalität. Das bringt sie wiederholt in schwierige Situationen, liefert aber nicht selten Hinweise, die bei der Aufklärung helfen.

Die Pochlarner Stuben dienen den Polizeibeamten regelmäßig als Treffpunkt zur Besprechung laufender Fälle. Dort erhalten Kofler und die Gräfin teilweise unregelmäßig interne Polizeiinformationen und entwickeln daraus eigene Ermittlungsansätze. Das erschwert die Polizeiarbeit mitunter, ist für die Lösung der Fälle aber häufig nicht ganz nutzlos.

Vom Ermittlerwechsel bis zum Serienende

SOKO Kitzbühel ist ein österreichischer Ableger der deutschen Serie SOKO 5113, die später SOKO München hieß. Die Handlung spielt in der Tiroler Bezirksstadt Kitzbühel. Die Produktionsgesellschaft beo-Film stellte die Serie ab 2001 her, ab 2017 übernahm Gebhardt Productions.

In den Staffeln 14 bis 20 bildeten Oberleutnant Nina Pokorny und Major Lukas Roither das zentrale Ermittlerteam. Pokorny kam von einer Wiener Polizeieinheit und hatte dort verdeckt gegen organisierte Kriminalität ermittelt. Sie und Roither verband eine gemeinsame Vergangenheit. Ende der 16. und während der 17. Staffel stellten beide fest, dass sie Gefühle füreinander hatten. Zunächst wollten sie die Beziehung als Freundschaft behandeln, damit der Arbeitsalltag nicht darunter litt. Ab der 18. Staffel trug Nina Pokorny den Dienstrang Oberleutnant.

Dieser Wechsel hatte eine Vorgeschichte: Am Ende der 13. Staffel wurde Lukas Roither in „Vergeltung (1)“ durch zwei Schüsse schwer verletzt. Karin Kofler gab sich dafür die Schuld. In „Ein gutes Team“ konnte sie einen erweiterten Suizid nicht verhindern und reichte danach ein Freistellungsgesuch ein, dem stattgegeben wurde. Ab der 14. Staffel ersetzte Leutnant Nina Pokorny Karin Kofler; in der ersten Folge wurde erklärt, Kofler befinde sich auf einer längeren Reise.

Auch Klaus Lechner verließ Kitzbühel zwischenzeitlich und ließ sich nach Graz in den Innendienst versetzen, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Nach etwa zehn Jahren im Innendienst beendete er diesen erneut aus familiären Gründen. 2021 wechselte er nach Wien und ersetzte dort Simon Steininger.

Andreas Blitz, gespielt von Hans Sigl, schied in Folge 63, „Sein letzter Fall“, aus der Serie aus. Als Grund wurde genannt, dass Blitz künftig in Wien als Zielfahnder arbeiten sollte. In Folge 110, „Todesängste“, verließ Klaus Lechner die Serie aus privaten Gründen; er wurde durch Lukas Roither ersetzt. Nach dem Ausstieg von Kristina Sprenger wurde im Februar 2014 bekanntgegeben, dass Julia Cencig die weibliche Hauptrolle übernimmt. Die 14. Staffel mit Cencig wurde von April bis Oktober 2014 gedreht und ab dem 24. Februar 2015 ausgestrahlt.

Erfolgreich im Vorabend – und danach vorbei

Gestartet ist SOKO Kitzbühel am 15. November 2001 auf ORF eins. Mit bis zu 1,3 Millionen Zuschauern gehörte die Serie zu den erfolgreichsten österreichischen Krimiproduktionen. Seit Januar 2003 läuft sie in Deutschland im Vorabendprogramm des ZDF; seit September 2011 wiederholt der Sender werktags ältere Folgen neben älteren Episoden anderer SOKO-Serien.

Seit November 2012 waren die ersten drei Staffeln auf MyVideo verfügbar, viele Folgen wurden außerdem über YouTube veröffentlicht. Die Serie wurde unter anderem nach Finnland und Italien verkauft. Gesprochen wird überwiegend Hochdeutsch – obwohl das nicht der üblichen sprachlichen Realität in Tirol entspricht.

Die ersten beiden Staffeln erschienen am 26. Mai 2011 auf einer Doppel-DVD; zu diesem Zeitpunkt waren die ersten vier Folgen der zweiten Staffel enthalten. Später wurden die Folgen 1 bis 196 auf DVD veröffentlicht.

Der ORF kündigte am 14. Juli 2020 an, die Serie nach Abschluss der 20. Staffel einzustellen. Die 13 neuen Folgen wurden in Österreich bis zum 14. Dezember 2021 ausgestrahlt, in Deutschland liefen sie ab dem 7. Januar 2022. Von Mai bis September 2021 wurde die erste Staffel der Nachfolgeserie SOKO Linz gedreht. SOKO Kitzbühel endete nach 20 Staffeln und insgesamt 270 gelösten Fällen.