Ein bemerkenswerter Fall von Betrug zieht derzeit die Aufmerksamkeit auf sich. In Korneuburg, genauer gesagt in Hausleiten, hat ein 40-jähriger rumänischer Staatsbürger sein Unwesen getrieben. Er soll gemeinsam mit einem 29-jährigen Komplizen Fahrzeugkäufer in mehreren Bundesländern über den Tisch gezogen haben. Dabei waren die beiden nicht zimperlich und haben gleich mehrere Tausend Euro ergaunert. Diese Geschichte klingt fast wie aus einem Film, aber sie ist leider Realität.

Die Polizei berichtet, dass die Ermittlungen im Februar dieses Jahres ihren Anfang nahmen. Die beiden Männer hatten es auf einen Pkw abgesehen. Vor Ort zahlten sie dem Verkäufer 2.000 Euro in bar, ließen jedoch den restlichen Kaufpreis von 7.000 Euro einfach offen und brachen den Kontakt ab. Ein klassischer Fall von „ich nehm’ und lass’ dich stehen“, könnte man sagen. Die Männer hatten sich zudem mit gefälschten Ausweisen und Kennzeichen ausgewiesen, die seit 2011 als gestohlen gemeldet waren – das macht die Sache noch dreister.

Festnahme und weitere Taten

Am 12. August wurde der Hauptbeschuldigte in Deutschland festgenommen und nach Österreich ausgeliefert. Das geschah auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls, den die Staatsanwaltschaft Korneuburg erlassen hatte. Aber das war nicht alles, denn Ermittler ordnen dem 40-Jährigen auch weitere Betrugshandlungen zu, bei denen er zwei weitere Fahrzeuge erlangte. Die gesamte Schadenssumme beläuft sich auf etwa 12.000 Euro. Ein ganz schöner Brocken, der da zusammengekommen ist.

Nach seiner Einlieferung in die Justizanstalt Wien-Josefstadt wurde der Mann gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder enthaftet. Sein Komplize, der 29-Jährige, wurde ebenfalls angezeigt, aber die genauen Umstände seiner Festnahme sind noch unklar. Die beiden haben sich in der Tat nicht gerade durch ihre Klugheit ausgezeichnet – ihre Masche hat nicht nur in Niederösterreich, sondern auch in Wien und Tirol ihre Spuren hinterlassen.

Die Masche der Betrüger

Die Vorgehensweise der Täter war ziemlich ausgeklügelt. Sie gaben vor, an mehreren Fahrzeugen interessiert zu sein, und schafften es, den Geschädigten in eine Falle zu locken. Die gefälschten Ausweise und die tschechischen Kennzeichen waren nur ein Teil ihres Plans. Während sie dem Verkäufer 2.000 Euro in bar übergaben, montierten sie schnell die gestohlenen Kennzeichen am Pkw und verschwanden dann mit dem Wagen. Ein gewiefter Schachzug, der jedoch letztendlich nicht unentdeckt blieb.

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Die Polizei konnte die beiden schnell identifizieren und die Ermittlungen zogen immer größere Kreise. Während die Betrugsserie aufgedeckt wurde, zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, beim Fahrzeugkauf vorsichtig zu sein. Das Vertrauen in Menschen kann, besonders in solchen Situationen, schnell missbraucht werden. Man fragt sich, wie viele solcher Fälle noch im Verborgenen schlummern.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Die Staatsanwaltschaft wird weiterhin ermitteln und die Verdächtigen müssen sich auf einige rechtliche Konsequenzen einstellen. In der Zwischenzeit bleibt abzuwarten, ob das Duo noch weitere Taten zu verantworten hat. Die Situation zeigt, wie wichtig es ist, beim Kauf eines Fahrzeugs genau hinzuschauen und sich nicht von glänzenden Angeboten blenden zu lassen.