Am Samstag, den 3. Oktober 2026, wurde im Stadtmuseum Korneuburg eine ganz besondere Ausstellung eröffnet, die die maritime Geschichte der Region in den Fokus rückt. Unter dem Titel „Hochseeschiffe“ lädt die Schau dazu ein, die beeindruckende Vergangenheit der Korneuburger Werft zu entdecken. Und das direkt im Herzen der Stadt, am Dr. Max Burckhard-Ring 11.

Die Eröffnung war ein echter Anlass zum Feiern! Neben der Museumsleiterin Katja Brunn waren auch zahlreiche Gäste anwesend, darunter Gemeinderätin Elisabeth Kerschbaum und Otto Pacher, der Obmann des Museumsvereins. Pacher, ein ehemaliger Werftmitarbeiter, erzählte die bewegte Geschichte der Werft, die 1852 gegründet wurde und während ihrer Blütezeit zwischen Flussschiffen und Hochseeschiffen eine breite Palette an Schiffstypen baute. Ein besonderer Fokus lag auf der Zeit ab 1938, die auch die Besatzungszeit umfasste.

Ein Blick in die Geschichte

Die Ausstellung thematisiert den Bau von Hochseeschiffen in einer Binnenwerft, die erstaunliche 1.943 Kilometer vom Schwarzen Meer entfernt liegt. Das ist schon ein gewaltiger Abstand! Hier wurden nicht nur Hochseekriegstransporter und Schwarzmeereinheitsschiffe in der NS-Zeit produziert, sondern auch während der USIA-Zeit 57 Hochseegüterkähne für die UdSSR. Wer hätte gedacht, dass eine Werft in Korneuburg so eine Rolle in der maritimen Geschichte gespielt hat?

Die Werft hatte ein umfassendes Bauprogramm, das nicht nur Hochseeschiffe, sondern auch Flussschiffe, Fähren und Spezialschiffe umfasste. Ein Highlight der Geschichte ist sicher die Lieferung der größten Schiffe, die jemals in Korneuburg gebaut wurden – die RO RO Fährschiffe, die 1977 an eine schwedische Reederei gingen. Das muss ein stolzer Moment für die Stadt gewesen sein!

Öffnungszeiten und weitere Informationen

Die Ausstellung kann bis Juli 2027 besucht werden, und zwar immer sonntags von 09:00 bis 12:00 Uhr oder nach Vereinbarung. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, nicht nur einen Teil der Geschichte Korneuburgs zu entdecken, sondern auch ein Stück österreichische Industriegeschichte, das in den Köpfen vieler Menschen lebendig bleibt.

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Besonders spannend sind die Erinnerungen der ehemaligen Werftmitarbeiterinnen Helga Zehetner und Herta Kreuzer, die an diesem Tag ebenfalls anwesend waren. Sie können sicher einige Anekdoten über die Arbeit in der Werft erzählen, die das Bild der damaligen Zeit lebendig werden lassen. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall – man könnte glatt einen ganzen Sonntag dort verbringen, um alles auf sich wirken zu lassen!