Heute ist der 21. Mai 2026, und der Ballhausplatz in der Inneren Stadt wird zum Schauplatz einer besonderen Kundgebung. Die Initiative Aufstehn.at fordert einen unabhängigen ORF, und bereits hunderte Menschen haben ihre Zusage gegeben. Um 18 Uhr geht es los, und die Atmosphäre ist bereits jetzt von Vorfreude und Entschlossenheit geprägt. 16.500 Menschen haben die Petition zur Unterstützung unterzeichnet – das ist schon eine ganz schöne Hausnummer! Es wird spannend, was die versammelten Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele prominente Vertreter aus der Medien- und Zivilgesellschaft, zu sagen haben.
Christian Haslinger, Campaigner bei „Aufstehn.at“, wird ein Teil der Redner sein. Auch Daniela Kraus, die Generalsekretärin des Presseclubs Concordia, wird sprechen. Der ehemalige ORF-Journalist Michael Kerbler, der auch bei Reporter ohne Grenzen aktiv ist, und die ehemalige ORF-Journalistin Brigitte Handlos sind ebenfalls dabei. Gemeinsam kritisieren sie die parteipolitische Einflussnahme, Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung im ORF. Ja, die Probleme sind bekannt und umfassen die Skandale, die in den letzten Jahren ans Licht kamen. Es wird Zeit für einen Neuanfang!
Die Wahl der neuen ORF-Spitze
Ein wichtiger Termin steht an: Am 11. Juni wird die neue ORF-Spitze gewählt. Haslinger hat bereits gefordert, dass der Stiftungsrat die Wahl ohne parteipolitische Interessen durchführt. In der Tat, die Wahl könnte eine entscheidende Wende für den ORF sein. Die neue Generalsekretärin Ingrid Thurnher hat sich kritisch zu den Skandalen rund um ihren Vorgänger Roland Weißmann geäußert. Die Wahl wird als Chance für einen Neustart gesehen – eine Möglichkeit, den ORF transparent und unabhängig zu gestalten.
Der Stiftungsrat, der aus 35 Mitgliedern besteht, ist für die Wahl des neuen Generaldirektors verantwortlich. Die Wahl erfolgt in offener Abstimmung mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende das letzte Wort. Wie man sieht, gibt es viele Stimmen, die gehört werden wollen. Über 33.000 Menschen haben sich bereits für eine Gremienreform ausgesprochen – das zeigt, dass die Bevölkerung hinter diesen Forderungen steht. Die Menschen wollen einen ORF, der die Interessen der Hörerinnen und Hörer wirklich vertritt.
Ein Aufruf zur Reform
In der Diskussion um die Reform des ORF wird auch Medienminister Andreas Babler nicht müde, auf die Notwendigkeit einer Entpolitisierung des Stiftungs- und Publikumsrats hinzuweisen. Für den Herbst 2026 plant er, eine umfassende Reform des ORF anzugehen. Ein Appell an den Stiftungsrat könnte auch öffentliche Hearings für die Kandidat_innen beinhalten, um deren Ideen vorzustellen und Fragen zu beantworten. Diese Schritte könnten helfen, das Vertrauen in den ORF zurückzugewinnen.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Die Kundgebung heute ist nur ein Ausdruck eines breiteren gesellschaftlichen Bedürfnisses nach Veränderung und Transparenz im ORF. Der Druck auf die Verantwortlichen wächst, und die Menschen sind bereit, ihre Stimme zu erheben. Vielleicht ist heute der erste Schritt in eine neue, unabhängige Zukunft für den ORF.